Gegen 9 Uhr sind wir in Richtung Algeciras losgefahren.
Wir sind in den Ort hochgefahren und haben uns durch sehr enge Gässchen im Schritttempo gequält. Die parken ja immer und überall so am Straßenrand, dass man sich gerade noch so vorbeiquetschen kann. Dann wurde es aber so eng, dass nichts mehr ging und wir umdrehen mussten. Deshalb bleibt es halt bei dem einen Bild von unten.
Nach dem frustrierenden Erlebnis mit der Burg, sind wir mal kurz nach LA gefahren und haben hier einen Stopp eingelegt.
Kurz hinter LA kam mal wieder ein Abzweig mit einem touristischen Wegweiser zu einem Castillo - also Schloss oder Burg oder was weiß ich.
Da es noch früh am Morgen war und wir dadurch Zeit hatten, haben wir den 7,5km Abstecher gemacht.
Das hat sich wirklich gelohnt. Das Castillo liegt oberhalb eines Stausees und ist richtig gut erhalten. Ein Teil wird von einem Hotel genutzt. Rund um das Schloss sind hübsche Gassen mit vielen kleinen Läden.
Wie in Spanien üblich, machten die Läden gerade so nach und nach auf. Es war ja auch erst 11 Uhr.
Nach dem ausgiebigen Spaziergang auf dem Schloss sind wir die 7,5km zurück zur 405 gefahren und dort weiter in Richtung Algeciras. Unterwegs saßen oftmals einzelne Störche in irgendwelchen Nestern und dann kamen wir auf einem Bauhof an dieser Ansammlung vorbei. Ich denke, die haben gemeinsam überlegt, ob sie hierbleiben sollen oder noch die paar Kilometer bis Afrika fliegen wollen.
Bevor wir Algeciras erreicht hatten, haben wir auf der Karte eine Straße im Hafen, die direkt am Meer entlang führt, entdeckt. Die wollten wir noch mitnehmen, damit wir wenigstens mal das Meer hier gesehen haben. Nachdem wir uns 2 Mal verfahren haben, waren wir kurz vor Gibraltar und wir haben uns entschieden, das auch noch anzuschauen.
Also ging es inklusive Ausweiskontrollen über die Grenze und kurz dahinter kam diese Tankstelle. Ich gleich "Juhu", Diesel nur 1,02€. Das war aber nichts. Es waren britische Pfund aber umgerechnet war es dann mit 1,20 € immer noch sehr günstig
Gibraltar ist ja flächenmäßig sehr übersichtlich. Es gibt eine einigermaßen große Straße, auf der man die Halbinsel umrunden kann und die haben wir genommen.
Nach dem Bild, das oben eingestellt ist, fährt man in diesen in Stein gehauenen Tunnel und kommt dann mehr oder weniger an der Südspitze von Europa raus.
Warum da diese relativ neue Moschee steht, haben wir nicht nachgelesen. Vermutlich eine Hommage an das benachbarte Afrika, das man von hier aus sehen kann.
Natürlich mussten wir dann auch noch ins Kaffee am Leuchtturm...
...und haben hier zum Glück nur ein Stück Kuchen bestellt. Der war so süß, da hätte man mit 3 Personen essen können und jeder hätte einen Zuckerschock erlitten.
Selbst der Spatz auf dem Nebentisch hat sich Null für unseren Kuchen interessiert, der kannte den wohl schon.
Nach dem Kaffee an der Südspitze ging es auf der anderen Seite der Halbinsel wieder in Richtung Grenze.
Die Straße führt durch die Wohngebiete und die Innenstadt.
Als wir vom Kaffee losgefahren sind, bockte das Auto massiv im ersten Kreisverkehr. Der Motor sägte nur noch und wir standen da als Verkehrshindernis rum. Nach einem Neustart des Motors, lief alles wieder normal, allerdings blinkte nun ein Schraubenschlüssel im Armaturenbrett mit dem Hinweis: "Werkstatt aufsuchen".
Wir sind dann einfach mal weiter gefahren und wie man sieht, war es auch da wieder mal ziemlich eng.
Um 13.41 Uhr sind wir wieder aus Gibraltar ausgereist.
Jetzt haben wir komischerweise die Straße am Meer entlang direkt gefunden, die wir vorher gesucht hatten. Sie führt zwischem dem Meer und dem Industriehafen durch und dazwischen gibt es diese abenteuerliche Brücke.
Die rechte Seite der Straße ist entsprechend hässlich, links ist das Meer mit schönen Stränden.
Hier haben wir mal angehalten und den Fehlerspeicher des Autos ausgelesen. Da waren unzählige Fehlermeldungen abgelegt, die allesamt nichtssagend waren. Ich habe sie einfach mal alle gelöscht und jetzt ist auch der Schraubenschlüssel im Cockpit verschwunden. Geht doch.
So einen Stecker zum Fehler auslesen und dann einfach die Fehler löschen sollte es auch für Frauen geben ( H: und im Besonderen auch für Männer). Da hat man manchmal auch so diffuse Fehlermeldungen, mit denen Mann (H: aber auch für Frau) nichts anfangen kann, aber das mit dem Löschen haut noch nicht wirklich hin. (H: ist auch besser so - wäre ja nur langweilig und keine Herausforderung).
Durch Algeciras sind wir dann einfach nur durchgefahren und weiter in Richtung Tarifa.
Dort haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, bei 26 Grad wenigstens eine Nacht am Meer zu verbringen.
Kurz hinter Tarifa haben wir einen Platz bei einer Surfschule entdeckt, wo schon etliche WoMos rumstanden und da haben wir uns dazugestellt. Die Infos in Park4Night zu dem Platz sind sehr widersprüchlich. Einmal heißt es, man darf hier nicht übernachten und andere berichten, es sei kein Problem.
Wir sind erstmal in die Strandbar gegangen und haben bei dem herrlichen Sonnenschein einen Aperol getrunken.
Beim Sonnenuntergang vorhin standen wir bestimmt eine halbe Stunde draußen und waren fasziniert, weil der Himmel immer wieder an einer anderen Stelle rot geworden ist.
Nach dem schlechten Wetter gestern war das heute ein fantastischer Tag.













































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