Dieses Blog durchsuchen

Montag, 13. Oktober 2025

13.10.2025 San Cristóbal-Ribadeo

In der vergangenen Nacht waren wir alleine an unserem schönen Stellplatz und es war so himmlisch ruhig, dass uns ein Anruf des unsensiblen Gutachters meines Autos um 08.44 Uhr aus dem Bett geworfen hat. 

Er hat noch einen Überprüfungsauftrag von der Versicherung für die Reparatur unseres OGLI und möchte das Fahrzeug noch einmal sehen. Herkommen zum Schauen wollte er allerdings nicht, so dass die Sache halt noch ein paar Wochen warten muss.

Leider hat sich unsere Hoffnung, am Morgen die linke Seite des Strandes, die gestern Abend im Gegenlicht war, in der Sonne zu fotografieren, nicht erfüllt. Es war am Morgen komplett diesig und in denn Bergen weiter hinten hing der Nebel.


Laut der Wettervorhersage sollte um 11 Uhr die Sonne rauskommen. Soviel vorweg. Sie hat sich bis 14 Uhr Zeit gelassen.

Gegen 10.30 Uhr sind wir auf der 324 weiter in Richtung Westen gefahren. Wenn immer es möglich war, sind wir auf kleine Küstenstraßen ausgewichen, um vielleicht ab und zu ans Meer zu kommen.


Wir waren eigentlich wieder den ganzen Tag auf dem direkten Pilgerweg nach Santiago unterwegs, wo auch die Bahnlinie Ferron-Gijon verläuft. Sicher auch eine beeindruckende Fahrt, da die Linie durch viele Tunnels und über die riesigen Viadukte führt.
Richtig schön war heute, dass endlich die WoMo-Verbote ein Ende hatten. Wir konnten den ganzen Tag in jede Stadt und dort auch bis ans Meer fahren und man bekam überall einen Parkplatz. 


Unsere Route führte hier über Navia...
...nach La Carida und weiter nach Tapia de Casariego...

...und dann nach Vegadeo. Nach dem Strand von Serantes muss man sich entscheiden, ob man ein paar Kilometer Autobahn fährt oder den 20km -Umweg über die 324 nimmt, die den Fjord umkurvt.

Da diese Strecke aufgrund der Länge und der vielen Kurven wohl nicht so9nderlich beliebt ist, nehmen die meisten die Autobahn. Die Autobahn von Bilbao nach Santiago, haben wir in den letzten beiden Tagen schon zigmal gekreuzt. Sie verläuft über unheimlich viele riesige Brücken und durch Tunnels sehr geradlinig, während man auf der 324 alle paar Kilometer ins Tal und danach wieder nach oben auf den Berg fährt. Ich kann nur vermuten, dass dieser Autobahnbau richtig teuer war.


Wir sind natürlich nicht auf die Autobahn gefahren und haben die Ruhe auf den kleinen Straßen genossen.


Hier in Vegadeo haben wir eine Kaffeepause eingelegt.


Wir haben nur 2 Tassen Kaffee bestellt, die zusammen 3,20 € gekostet haben. Trotzdem brachte der Kellner noch ein Schüsselchen Paella und ein Häppchen mit Frischkäse.

Hier sieht man Vegedao von der gegenüberliegenden Seite des Meeresarms, den man umkurvt.
Als wir schließlich den Fjord umrundet hatten, kamen wir kurz hinter Ribadeo an dieser kleinen Bar mit einem schönen Steilküste vorbei.

Der Besitzer hat uns angeboten, dass wir bei ihm auf dem Parkplatz auch übernachten können.

Wir haben zunächst einen Spaziergang an der Küste gemacht und haben dann entdeckt, dass es hier in der Nähe den "Strand der Kathedralen" geben muss.



Wir haben den Bistrobetreiber danach gefragt und er meinte, das seien nur ein paar Minuten mit dem Auto dorthin. 

Da es zwischenzeitlich recht sonnig war, sind wir noch einmal ins Auto gesessen und auf den Parkplatz bei den As Catedrais, wie man das hier nennt, gefahren. Wir waren völlig überrascht, dass dort am Montagnachmittag die Hölle los war. Mindestens 50 Wohnmobile, ein Reisebus und unzählige Pkw.

Die Kathedralen sind einfach große Felsen, die sich über ein längeres Stück am Strand erstrecken und in denen es unzählige Höhlen gibt. Zu Fuß kann man sie nur bei Ebbe besichtigen, aber das war ja kein Problem, da das Wasser sowieso immer weg ist, wenn wir irgendwo ankommen.




Während ihr Euch die Bilder von den As Katedreis anschaut, muss ich mal noch was zu den Ampeln hier schreiben.

In nahezu jedem größeren Dorf gibt es am Ortseingang eine Ampel, die orangefarben blinkt. Fährt man etwas zu schnell auf das Teil zu, schaltet es auf rot und geht erst wieder in den Blinkmodus, wenn man die vorgeschriebene Geschwindigkeit erreicht hat. Ich finde diese Art, die Verkehrsteilnehmer zum anständigen Fahren zu nötigen, absolut akzeptabel und das reduziert die gefahrene Geschwindigkeit in den Ortschaften sehr wirkungsvoll.






Wir hätten jetzt natürlich auch gleich dort am Strand stehen bleiben können, zumal es dort sehr viele kostenlose Stellplätze für Wohnmobile gab. 

Aufgrund des Trubels sind wir aber lieber die 2km zurück zu unserem Bistro gefahren und haben uns hier auf die Wiese gestellt.

Hier sind wir "fast" wieder alleine. Vorhin kam noch ein VW-Bus mit 2 deutschen Frauen, die sich nach ausgiebigem Bierkonsum im Bistro dann auch entschieden haben, lieber hier zu übernachten. Die stehen jetzt als 2. Fahrzeug ein paar Meter neben uns.

Außer dem Meeresrauschen hört man hier nichts. Vermutlich braucht es morgen früh auch wieder einen Telefonanruf, damit wir vor Mittag aufstehen.

Da die Saison hier vorbei ist, macht der Bistrobetreiber am Abend nichts mehr zu essen. 

Wir haben deshalb mal unsere mitgebrachten Eier, die wir schon 4 Wochen im Kühlschrank rumschaukeln, verarbeitet. (Ja, sie waren noch gut, zumindest geht es uns auch 2 Stunden nach dem Essen noch blendend)
 

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr Zwei,
    Das mit den Ampeln, zu schnell auf rot, haben wir schon vor einigen Jahren in Portugal bemerkt! Eigentlich erstaunlich, dass sich diese gute Idee nicht weiter nach Norden verbreitet hat. Dafür bleibt man, vor allem in F bei den blöden „liegenden Polizisten“, welche sich nur im Schritttempo überfahren lassen! Benzinverbrauch (CO2), Stossdämpfer und Bremsen lassen grüssen!
    Viel Vergnügen bei der Weiterfahrt!
    U&G

    AntwortenLöschen