Dieses Blog durchsuchen

Samstag, 18. Oktober 2025

18.10.2025 Vedra-Ourense

Unser Übernachtungsplatz von gestern Abend. So richtig gesehen haben wir den erst heute Morgen, weil es gestern ja schon ziemlich duster war, als wir angekommen sind.

Auf jeden Fall war es hier wieder sehr ruhig. Am Morgen sind ein paar Pilger durchmaschiert, da es mal wieder am Pilgerweg, dieses Mal von Süden kommend, liegt.
Wegen der Wettervorhersage für die nächsten Tage haben wir uns entschieden, weiter ins Inland zu fahren und zunächst auf der spanischen Seite zu bleiben.

Wir sind in Richtung Ourense über die N525 gefahren. Nach ein paar Kilometern kam ein touristisches Hinweisschild zum Castro de Toiriz und wir sind die 2 km natürlich dahin gefahren. 

Das war mal wieder super. Ein paar Steine auf einem Erdhaufen....


...und dannn dieses Schild über irgendwelche angeblichen Ausgrabungen. Verarschen kann ich mich selber.
Nach dem enttäuschenden historischen Ausflug sind wir erstmal in Lalin in den Mercadona-Suptermarkt gefahren und haben eingekauft, weil die Supermärkte in dieser Gegend am Sonntag auch geschlssen haben.

Mercadona ist eine aufstrebende Discountermarke auf dem spanischen Markt und hat überall riesige Paläste. Die Gänge sind riesig und wie man sieht, sind nur wenige Kunden unterwegs.

Das hat jetzt aber nichts mit Mercadona zu tun. In allen Supermärkten, in denen wir hier bisher eingekauft haben, war im Vergleich zu unseren Märkten sehr wenig Betrieb. Könnt ihr euch einen Markt in Deutschland am Samstagvormittag vorstellen, der so leer ist? Aber irgendwie überleben sie wohl auch hier.
Da wir nicht einfach bis Ourense durchbrettern wollten, sind wir bei Vilamarin einem weiteren touristischen Hinweisschild zu einem Castillo gefolgt. Als wir da angekommen sind, stand da eine ziemlich verranzte Burg und es waren Ketten mit einem Betretungsverbot vorgespannt. Da das Ding im Niemandsland steht, sind wir natürlich trotzdem durch die Anlage gelaufen und haben ein paar Bilder gemacht.


Einige Kilometer haben wir dann hier eine Kaffeepause eingelegt, bevor wir weiter nach Ourense gefahren sind.
In Ourense angekommen haben wir einmal mehr versucht, in den Innenstadt einen vernünftigen Parkplatz zu finden. Wir sind auch dieses Mal gescheitert, weil es nur Parkhäuser oder vollgeparkte Straßen gab.

Wir sind deshalb wieder 2,5 km rausgefahren und haben hier am Fluss auf einem Parkplatz, auf dem schon etliche Wohnmobile standen, einen Platz ergattert. Ca. 400 Meter davor ist ein offizieller Platz, der schon knallevoll war. 

Mir ist schleierhaft, wie das in der Saison noch irgendwie funktioniert, wenn man schon Mitte Oktober kaum einen Platz findet.

Ourense ist bekannt für etliche Thermalquellen, in denen man größtenteils kostenlos baden kann.

Wir sind zunächst mal die 2,5 km in die Innenstadt gelaufen, wobei man an einer der Quellen, die mehrere Becken im Flussbereich hat, vorbeigekommen sind. Da war überall so viel los, dass einem jede Lust auf badengehen vergangen ist.

Der Weg in die Stadt an der abenteuerlichen Brücke und am Fluss entlang war auf jeden Fall schön zu laufen.
Über die alte Brücke hier haben wir die Altstadt erreicht.


Und dieses Mal haben wir die in Spanien obligatorischen Buchstaben des Ortes gleich richtig rum im Blog.
Ourensen ist eine Mischung aus hässlichen 60-er Jahren Bauten und etlichen alten Gassen. Ein klares Konzept bei der Bauerei gab es aber hier wohl nie so richtig.

Wenn man dann erstmal in der Altstadt ist, sieht es nicht viel anders aus als gestern in Santiago. Viele Denkmäler und noch mehr Kirchen.








Und mitten in der Innenstadt sitzen die Enten im Brunnen.

Nachdem wir da eine Weile rumgelatscht waren, haben wir uns in einer Eisdiele einen Eisbecher gegönnt.
Ich will darüber nicht weiter reden, weil es zum einen das schlechteste Eis war, das wir je gegessen haben und es mit der Bedienung auch nicht wirklich funktiioniert hat.
Das z.B. ist der Bananensplit von H., allerdings ohne Banane, die waren nämlich aus.


Nach dem Eisgenuss haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht und dieses Mal wollte ich unbedingt über die utopische Brücke, die ich am Anfang schonmal im Blog eingestellt habe.
Das Teil ist irgendwie verrückt. Unten gibt es eine 4-spurige Fahrbahn und einen breiten Fußgängerweg. Von diesem Weg kann man dann über steile Treppen die Rampen hoch- und runterlaufen. Einfach etwas irre und sicher nicht ganz preiswert beim Bau.


Hier sieht man das verrückte Bauwerk nochmal. Die geschwungenen Teile auf beiden Seiten sind Fußgängerwege mit hunderten Treppen ohne irgendwelchen Nutzwert. Der eigentliche Fußgängerweg läuft ja auf Fahrbahnhöhe. Man kann die Teile natürlich gut für tägliche Fitnessprogramm nutzen, und da im Kreis rumrennen.

Wie man auf einigen Bildern sehen kann, kommen langsam immer mehr Wolken auf. Es ist drückend warm und man kann förmlich riechen, dass Regen im Anmarsch ist. Wir entscheiden morgenfrüh, wie wir weiterfahren werden.


 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen