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Freitag, 31. Oktober 2025

31.10.2025 Tarifa-El Rocío

Heute Morgen gab es wieder schönes Wetter und mit 18 Grad eine sehr angenehme Temperatur.
Für heute stand Strecke machen auf dem Programm, weil wir laut Navi noch so ca. 2500km bis nach Hause haben und irgendwann im November mal ankommen wollen.

Wir sind von Tarifa aus, wenn es möglich war, über die Küstenstraßen zunächst nach Zahara de las Atunes und weiter nach Barbate gefahren.



Über Conil de la Frontera ging es dann weiter nach Cadiz.


In Cadiz haben wir aber nicht einmal angehalten sondern sind einfach durchgefahren....
...und über die riesige Brücke in Richtung Puerto Real.

Hinter Jerez de la Frontera sind wir auf kleine Nebenstrecken abgebogen und haben hier in Gibalbin eine Kaffeepause mit extrem süßem Kuchen eingelegt.

Unser Navi hat uns dann unterhalb von Sevilla über kleine Nebenstraßen gelotst und plötzlich meinte Frau Google: "Nehmen sie die Fähre"

Das war in C. Martínez de León und da war schon eine recht lange Schlange, so dass wir 3 Fähren abwarten mussten, bis wir für 7 Euro den Fluss überqueren konnten. Einen anderen Weg zu benutzen war auch keine Option, da wir fast bis Sevilla hätten fahren müssen, bis es endlich eine Brücke über den Guadalquivir gibt.


Über furchtbar schlechte Straßen sind wir dann nach El Rocío durch den Nationalpark Coto de Doñana gefahren. Hier muss es vor 2 Tagen richtig geschüttet haben, da immer wieder ganze Felder unter Wasser standen und auch links und rechts der Straße große Seen waren.

In diesem Teil von Spanien ist die Vermüllung am Straßenrand noch viel extremer wie auf unseren bisherigen Etappen. Es sieht überall aus wie S...

Da wir heute rund 250km gefahren sind und kaum Pausen gemacht haben, gibt es keine weiteren Bilder.

Als wir gegen 16.30 Uhr in El Rocìo angekommen sind, sind wir direkt auf den einzigen Campingplatz "La Aldea" gefahren, zumal ich das dringende Bedürfnis nach einer Dusche hatte. Der Platz kostet zwischenzeitlich für 2 Personen ohne Strom 26 Euro.
Auch hier sind die Wege zwischen den Stellplätzen teilweise sehr matschig, was ebenfalls darauf hindeutet, dass es hier mächtig geregnet hat. Normalerweise ist hier alles staubtrocken.

Das Städtchen werden wir morgen nach dem Frühstück besuchen und uns dann überlegen, wie wir weiterfahren.
 

Donnerstag, 30. Oktober 2025

30.10.2025 San Pablo de Buceite-Tarifa

Als wir heute Morgen aufgestanden sind, hatte sich das schlechte Wetter verzogen. Unser Parkplatz am Straßenrand war nachts sehr ruhig und wir haben richtig gut geschlafen.

Gegen 9 Uhr sind wir in Richtung Algeciras losgefahren. 

Schon nach wenigen Kilometern kam diese Burg bei Jimena de la Frontera in den Blick. Da sie noch sehr gut erhalten aussieht, wollten wir da natürlich hinfahren. Das stellte sich dann aber wieder mal als sinnloses Unterfangen heraus.
Wir sind in den Ort hochgefahren und haben uns durch sehr enge Gässchen im Schritttempo gequält. Die parken ja immer und überall so am Straßenrand, dass man sich gerade noch so vorbeiquetschen kann. Dann wurde es aber so eng, dass nichts mehr ging und wir umdrehen mussten. Deshalb bleibt es halt bei dem einen Bild von unten.
Nach dem frustrierenden Erlebnis mit der Burg, sind wir mal kurz nach LA gefahren und haben hier einen Stopp eingelegt.
Kurz hinter LA kam mal wieder ein Abzweig mit einem touristischen Wegweiser zu einem Castillo - also Schloss oder Burg oder was weiß ich.
Da es noch früh am Morgen war und wir dadurch Zeit hatten, haben wir den 7,5km Abstecher gemacht.

Das hat sich wirklich gelohnt. Das Castillo liegt oberhalb eines Stausees und ist richtig gut erhalten. Ein Teil wird von einem Hotel genutzt. Rund um das Schloss sind hübsche Gassen mit vielen kleinen Läden.



Wie in Spanien üblich, machten die Läden gerade so nach und nach auf. Es war ja auch erst 11 Uhr.




Nach dem ausgiebigen Spaziergang auf dem Schloss sind wir die 7,5km zurück zur 405 gefahren und dort weiter in Richtung Algeciras. Unterwegs saßen oftmals einzelne Störche in irgendwelchen Nestern und dann kamen wir auf einem Bauhof an dieser Ansammlung vorbei. Ich denke, die haben gemeinsam überlegt, ob sie hierbleiben sollen oder noch die paar Kilometer bis Afrika fliegen wollen.
Bevor wir Algeciras erreicht hatten, haben wir auf der Karte eine Straße im Hafen, die direkt am Meer entlang führt, entdeckt. Die wollten wir noch mitnehmen, damit wir wenigstens mal das Meer hier gesehen haben. Nachdem wir uns 2 Mal verfahren haben, waren wir kurz vor Gibraltar und wir haben uns entschieden, das auch noch anzuschauen.
Also ging es inklusive Ausweiskontrollen über die Grenze und kurz dahinter kam diese Tankstelle. Ich gleich "Juhu", Diesel nur 1,02€. Das war aber nichts. Es waren britische Pfund aber umgerechnet war es dann mit 1,20 € immer noch sehr günstig

Gibraltar ist ja flächenmäßig sehr übersichtlich. Es gibt eine einigermaßen große Straße, auf der man die Halbinsel umrunden kann und die haben wir genommen.


Nach dem Bild, das oben eingestellt ist, fährt man in diesen in Stein gehauenen Tunnel und kommt dann mehr oder weniger an der Südspitze von Europa raus.





Warum da diese relativ neue Moschee steht, haben wir nicht nachgelesen. Vermutlich eine Hommage an das benachbarte Afrika, das man von hier aus sehen kann.
Natürlich mussten wir dann auch noch ins Kaffee am Leuchtturm...
...und haben hier zum Glück nur ein Stück Kuchen bestellt. Der war so süß, da hätte man mit 3 Personen essen können und jeder hätte einen Zuckerschock erlitten.
Selbst der Spatz auf dem Nebentisch hat sich Null für unseren Kuchen interessiert, der kannte den wohl schon.
Nach dem Kaffee an der Südspitze ging es auf der anderen Seite der Halbinsel wieder in Richtung Grenze.
Die Straße führt durch die Wohngebiete und die Innenstadt.

Als wir vom Kaffee losgefahren sind, bockte das Auto massiv im ersten Kreisverkehr. Der Motor sägte nur noch und wir standen da als Verkehrshindernis rum. Nach einem Neustart des Motors, lief alles wieder normal, allerdings blinkte nun ein Schraubenschlüssel im Armaturenbrett mit dem Hinweis: "Werkstatt aufsuchen".

Wir sind dann einfach mal weiter gefahren und wie man sieht, war es auch da wieder mal ziemlich eng.
Um 13.41 Uhr sind wir wieder aus Gibraltar ausgereist.
Jetzt haben wir komischerweise die Straße am Meer entlang direkt gefunden, die wir vorher gesucht hatten. Sie führt zwischem dem Meer und dem Industriehafen durch und dazwischen gibt es diese abenteuerliche Brücke.
Die rechte Seite der Straße ist entsprechend hässlich, links ist das Meer mit schönen Stränden.

Hier haben wir mal angehalten und den Fehlerspeicher des Autos ausgelesen. Da waren unzählige Fehlermeldungen abgelegt, die allesamt nichtssagend waren. Ich habe sie einfach mal alle gelöscht und jetzt ist auch der Schraubenschlüssel im Cockpit verschwunden. Geht doch.

So einen Stecker zum Fehler auslesen und dann einfach die Fehler löschen sollte es auch für Frauen geben ( H: und im Besonderen auch für Männer).  Da hat man manchmal auch so diffuse Fehlermeldungen, mit denen Mann (H: aber auch für Frau) nichts anfangen kann, aber das mit dem Löschen haut noch nicht wirklich hin. (H: ist auch besser so - wäre ja nur langweilig und keine Herausforderung). 
 
Durch Algeciras sind wir dann einfach nur durchgefahren und weiter in Richtung Tarifa.
Dort haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, bei 26 Grad wenigstens eine Nacht am Meer zu verbringen.

Kurz hinter Tarifa haben wir einen Platz bei einer Surfschule entdeckt, wo schon etliche WoMos rumstanden und da haben wir uns dazugestellt. Die Infos in Park4Night zu dem Platz sind sehr widersprüchlich. Einmal heißt es, man darf hier nicht übernachten und andere berichten, es sei kein Problem. 

Wir lassen es jetzt darauf ankommen und bleiben hier.

Wir sind erstmal in die Strandbar gegangen und haben bei dem herrlichen Sonnenschein einen Aperol getrunken.

Beim Sonnenuntergang vorhin standen wir bestimmt eine halbe Stunde draußen und waren fasziniert, weil der Himmel immer wieder an einer anderen Stelle rot geworden ist. 

Nach dem schlechten Wetter gestern war das heute ein fantastischer Tag.