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Dienstag, 30. September 2025

30.09.2025 La Verdon-sur-Mer-Roaillan

In der vergangenen Nacht blieb es bei 2-stelligen Temperaturen und es war daher heute Morgen auch gleich angenehm warm.

H. hat gestern beim Stöbern nach möglichen Zielen unterhalb von Bordeaux ein Schloss entdeckt, dass sie gerne besichtigen wollte. 
Da wir eh keine feste Route haben, sind wir mal in die Richtung gefahren. 
Nach wenigen Kilometern kamen wir in Talais bei diesem hübschen Haus vorbei.
Wir sind die D2 in Richtung Bordeaux gefahren, auf der man an vielen Weingütern und auch immer wieder mal am Strand entlang kommt.
In Saint-Christoly-Medoc haben wir noch einen kurzen Stopp eingelegt, wobei das Wasser hier eine braune Brühe ist.

Die meisten Weingüter hier sind eher unspektulär aber es gibt auch einige mit sehr schönen Herrenhäuser.

Kurz vor unserem Ziel, dem Chateau de Roquetaillade, sind wir an diesem Weingut in Bommes, das auch gleichzeitig Hotel und Restaurant ist, vorbeigekommen.

Es liegt total einsam inmitten der Reben und ist wirklich schön.


Als wir dann allerdings die Preisliste gesehen haben haben wir entschieden, dass wir hier eher nicht übernachten werden.
Die Zimmerpreise liegen zwischen 265 und rund 800 Euro pro Nacht. 
Wer es trotzdem testen möchte, hier die Preisliste.
Kurz nach 15 Uhr waren wir beim Chateau de Roquetaillade, das man nur geführt besichtigen kann. Es gibt jeden Tag nur 2 Führungen jeweils um 15 und um 16 Uhr. Wir konnten die 15-Uhr-Führung trotz der paar Minuten Verspätung noch erreichen. Leider darf man im Schloss selbst keine Bilder machen, weshalb ihr nur alle möglichen Bilder von außen zu sehen bekommt. 

Das Schloss ist innen außergewöhnlich, da die Wände und Decken teilweise mit sehr kräftigen Farben bemalt sind. Das sieht man so nicht oft.


Die Führungen finden leider nur in französisch statt und als Deutscher bekommt man eine deutsche Beschreibung der Führung in Schriftform in die Hand gedrückt.
Der Eintrittspreis ist mit 10,50 € moderat. Da haben wir schon deutlich höhere Preise für Ruinen bezahlt.




Nach der Besichtigung sind wir in den Nachbarort Roillan gefahren und haben uns auf den Parkplatz bei der Schule gestellt. Dahinter ist eine kleine Grünanlage mit Tisch und Bank und wir waren auf ein/zwei gemütliche Stunden in der Nachmittagssonne eingestellt. Da mal wieder eine Dusche angesagt war, haben wir das Wasser aufgeheizt. Ich bin dann zuerst duschen gegangen und das verlief zunächst auch völlig normal. Blöd war dann nur, dass die Wasserpumpe plötzlich ohne Vorwarnung ihren Geist aufgab. Ich stand da noch halb eingeseift und es kam kein Tropfen mehr aus der Leitung.
Da es bereits der 2. Waschgang war, war das nicht so schlimm und der letzte Rest der Seife landete halt im Handtuch.
Nur H. wollte ja auch noch duschen und deshalb war eine Reparatur angesagt.

Da alle Wasserpumpen in diesen Fahrzeugen die seltsame Angewohnheit haben, sich ohne Ankündigung von einer Sekunde auf die andere zu verabschieden, hat man natürlich immer eine Reservepumpe im Gepäck und zwar gang ganz hinten unten drin, so dass man erstmal alles ausräumen muss, um da dranzukommen.
Der Einbau geht dann recht schnell, wenn man das schon ein paar Mal gemacht und alle Anschlüsse mit Schnellklemmen optimiert hat.

Dieses Mal gab es allerdings das Problem, dass die neue Pumpe zwar lief, aber immer noch kein Wasser kam.

Nun musste doch wieder der ganze Krempel aus dem Tank raus und das Rückschlagventil durchgeblasen werden.
Dann funktionierte es endlich und auch H. kam zu ihrer wohlverdienten Dusche.
Mit dem gemütlichen Stunden in der Nachmittagssonne war es, bis alles fertig war, nun vorbei.

Wir sind nach der Reparatur in den Ort gelaufen und haben wieder mal keine einzige offene Kneipe gefunden.
Vor dem einzigen Laden in der Stadt stand ein Food-Truck, der frische Pizzen gebacken hat. Es gab deshalb halt Pappe-Pizza im Auto, die allerdings wirklich gut war.


Montag, 29. September 2025

29.09.2025 Mareuil-sur-Lay-Le Verdon-sur-Mer

Heute war wieder Strecke machen angesagt, da die Gegend hier einfach für unseren Geschmack nichts hergibt. Endlose Felder, wenig schöne Dörfer und relativ viel Verkehr auf den Straßen selbst auf den Nebenstrecken.

Wir sind über Lucon in Richtung Rochefort in einem Bogen um die Großstadt La Rochelle gefahren, weil es dort außer der Festungsanlage auch nichts Besonderes zu sehen gibt.

Wenn möglich sind wir immer durch "Centre Ville" gefahren, aber da gab es in kaum einem Städtchen auch nur annähernd was zu sehen.

Die halbverfallene Eglise von Saint-Etienne de Marans war da schon ein echtes Highlight.

In Rochefort haben wir nach längerer Parkplatzsuche einen Platz am Hafen gefunden, waren dann aber auch nur rund 30 Minuten dort, weil es einfach nicht besonders schön war.

In Marennes-Hiers-Brouage haben wir schließlich einen Kaffeestopp eingelegt, aber außer der Kirche gab es da auch nicht wirklich was zu sehen. (und ehrlich, ich kann gerade keine Kirchen mehr sehen)
Als wir nach der Kaffeepause aus dem Ort gefahren sind, stand da noch ein Hinweisschild zu einem "Chateau" und natürlich haben wir den Umweg gemacht, um dann vor diesem unspektakulären Kasten zu stehen. Dass alles verramelt war, ist auch klar, die Saison ist ja schließlich zu Ende und da wird, wenn überhaupt, nur noch am Wochenende geöffnet.

Die haben in Frankreich schon viele tolle Schlösser aber was man hier so alles als "Chateau" bezeichnet ist schon grenzwertig.

Weiter ging es dann nach Royan an den Fährhafen. Die Fähre war gerade 15 Minuten weg, so dass wir über eine Stunde bis zur Abfahrt der nächsten Fähre warten mussten. Die Wartezeit konnten wir uns bei 24 Grad am schönen Strand aber problemlos vertreiben.


Ca. 45 Minuten, bevor die Fähre kommt, werden die Schalter geöffnet und man fährt einfach durch und bezahlt das Ticket. Vorbuchen muss man nichts.

Die Fähre kam mit leichter Verspätung an. Da aber nur wenige Fahrzeuge drauf waren und auch auf unserer Seite nur sehr wenige Fahrzeuge auf die Fähre gingen, war die Einschiffung schnell erledigt und wir kamen mit nur 5 Minuten Verspätung weg.

Die Überfahrt dauerte nur 20 Minuten und laut Preisliste kostete ein Campingfahrzeug 55 Euro zzgl. 5 Euro pP. Als ich die Fähre vor ein paar Jahren schon einmal gefahren bin, haben wir schon 54 Euro bezahlt.
Umso erstaunter war ich, als wir dieses Mal nur 37 Euro bezahlen mussten. Der Ticketverkäufer hat uns als PKW abgerechnet und mein Widerspruch hielt sich in Grenzen.
Falls jemand Interesse an der aktuellen Preisliste....
...oder den Fährzeiten hat, kann er das hier nachlesen.
Nach der Ankunft in Le Verdon haben wir noch kurz ein Bild vom dortigen Leuchtturm gemacht und sind dann zu einem Campingplatz in 6km Entfernung gefahren, den wir uns vorher ausgesucht hatten.

Als wir ankamen, war der Platz geschlossen, weil der Besitzer gerade auf Besorgungstour war. Daher hatten wir Zeit, uns etwas umzusehen. Die Sanitäranlagen waren grauslig und da der Platz auch noch 30 Euro gekostet hätte, haben wir uns vom Acker gemacht und sind auf einen Wohnmobilstellplatz bei Verdon-sur-Mer gefahren. Hier kosten 24 Stunden inkl. Wasser und Strom 12 Euro, allerdings gibt es keine Duschen.

Das muss jetzt halt noch einen Tag warten oder wir schmeißen Morgen die Dusche in der Karre an.
 

Sonntag, 28. September 2025

28.09.2025 Rochefort-en-Terre-Mareuil-sur-Lay

Der heutige Tag ist schnell erzählt. Wir haben Strecke in Richtung Spanien gemacht, weil es in diesem Bereich von Frankreich wirklich nicht viel zu sehen gibt, was uns gefällt.

Die mittelalterlich wirkenden Städtchen verschwinden und man kommt in neumodische, nichtssagende Städte, die nicht wirklich was zu bieten haben.

Wir sind nach dem Frühstück bei herrlichem Wetter in Richtung Saint Nazaire aufgebrochen. 

Auf dem Weg haben wir in Port of La Roche-Bernard einen kurzen Stopp eingelegt. Ein hübscher Ort mit unzähligen Segelbooten.




Es ging dann weiter bis Saint Nazaire. Wir haben davor noch ein-zweimal einen Abstecher ans Meer gemacht, aber die Dörfchen waren einfach nur hässlich oder so überlaufen, dass man keine Chance auf einen Parkplatz hatte.

Bei Saint Nazaire haben wir die große Brücke nach Saint Brevin-les-Peins genommen, weil man ansonsten rund 50km um den Meeresarm heerumkurven müsste.


Danach wurde es nicht wirklich besser. Wir haben auf eine Kaffeepause in einer schönen Ortschaft spekuliert, nur da kam nichts. 

Wir sind extra immer durch die Stadtmitte gefahren, so auch hier in Machecoul-Saint-Meme, aber da waren weder Leute auf der Straße noch gab es irgendwo ein Straßenkaffee.

Wir haben unseren Kaffee dann auf einem Parkplatz selbst gekocht und sind weiter in Richtung La Rochelle gefahren.

Als es langsam Spätnachmittag wurde, haben wir nach Stellplätzen gegoogelt aber auch da war das Ergebnis ernüchternd. Kaum Campingplätze, schlechte Stellplätze und wenn, dann nicht nur schlecht sondern auch noch teuer.

In Park4Night haben wir schließlich einen Campingplatz in der Nähe von Mareuil-sur-Lay entdeckt, des sich vernünftig angehört hat. Das waren zwar noch 70km, aber es war ja noch früh am Tag und wir sind zugefahren.

Auf dem Weg haben wir hier in La Roche-sur-Yon noch einen kurzen Stopp am Napoleondenkmal eingelegt. Rund um das Denkmal sind Wasserbecken mit Blechtieren, die man vom Land aus über Seilzüge steuern kann. Die Kinder haben da richtig Spaß.

Es hatte nun auch 24 Grad, da kam ein bisschen Sommerfeeling auf.




Nach dem kurzen Stopp in La Roche-sur-Yon ging es weiter in Richtung Campingplatz.

Als wir 2,5 km vor dem Campingplatz am Ortseingang von Mareuil-sur-Lay waren, haben wir dort einen recht neuen kostenlosen Wohnmobilstellplatz gesehen und uns den mal angeschaut. Es gibt da ca. 10 Plätze, sehr groß mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Da der Platz auch noch ziemlich zentral im Ort liegt, sind wir hier stehen geblieben.

Der Ort selbst gibt nicht viel her, aber der Blick von der Brücke aus auf den Fluss und die Kirche ist recht nett.


100 Meter vom Stellplatz weg war diese Pizzeria und es war tatsächlich die einzige von 8 Gaststätten im Ort, die am Sonntagabend geöffnet hat. 

Die spinnen, die Franzosen, aber am Sonntagabend bleibt man hier wohl zu Hause.

Wir sind auf jeden Fall hier essen gegangen und waren zunächst die einzigen Gäste. Es kamen dann später noch 3 weitere Gäste und das wars dann auch.

Das Essen - Lachs mit Gemüse und Reis - war wirklich sehr gut und die Bedienung war superfreundlich.

Jetzt schauen wir mal, ob das morgen so langweilig weitergeht mit der Strecke. Wenn ja, sind wir bald in Spanien.