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Mittwoch, 22. Oktober 2025

22.10.2025 Escalona-Alcázar de San Juan

Die vergangene Nacht in Escalona war eigentlich ruhig. "Eigentlich" deshalb, weil um 4 Uhr ein ohrenbetäubender Lärm von irgendeiner Maschine losging. Wir konnten beim besten Willen nicht identifizieren, was die da machen. Vielleicht war es eine Kanalreinigungskiste oder irgendein Gebläse. Auf jeden Fall wurde es mit der Zeit noch etwas lauter und nach 25 Minuten war der Spuk vorbei und wir konnten wieder weiterschlafen.

Um 08.45 Uhr bin ich hier durch dieses Tor zur Bäckerei, die kurz dahinter auf der linken Seite ist, gegangen. Sie öffnet offiziell erst um 9 Uhr, aber als ich angekommen bin, war die Türe offen und die Verkäuferin stand hinter der Theke. 

Sie hat mich aber sofort rausgeworfen und mir erklärt, dass noch cerrado ist, obwohl die Theke bereits vollständig eingeräumt war. Eine Minute vor 9 bat sie dann zur Audienz und ich dürfte mein Baguette in Empfang nehmen.


Die spinnen, die Spanier.

Wir sind dann gegen 10.30 Uhr in Richtung Toledo über die N403 in Richtung Toledo gefahren.

Die Straße führte oft schnurgerade durch die Landschaft, die jetzt aber immerhin nicht nur aus Steinen bestand sondern sich wieder in  landwirtschaftliche Anbauflächen änderte.

Wir sind ja seit Tagen in Kastillien unterwegs und auch hier gibt es Weinanbaugebiete.


Kurz vor 12 Uhr kamen wir in Toledo an und haben auf einem Acker ca. 500 Meter von der Innenstadt einen Parkplatz gefunden.

Da es heute schon sehr spät ist, schreibe ich zu Toledo nicht viel. Schaut euch die Bilder an und wenn euch was interessiert, kann man das im Internet nachlesen.






Das sind die Briefkästen einer Behörde.






Das ist das berühmte Alcazar, das gar nicht mal so imposant ist. Es ist auch nicht wirklich alt, da es erst 1904 nach einem Brand wieder neu aufgebaut wurde.





Toledo ist schon eine schöne Stadt, wobei man die Schönheit vor allem von außen sieht. Läuft man durch die engen Gassen, schaut man immer nur an Hauswänden hoch und kriegt kein vernünftiges Foto zusammen. Außerdem rennen da Horden von Tourigruppen, viele mit dünnen horizontalen Augenschlitzen, rum und es ist einfach viel zu voll in der Stadt.







Nachdem wir fast 3 Stunden da rumgelaufen waren, hatten wir genug und wir sind weiter in Richtung Süden gefahren. In Orgaz haben wir einen kurzen Stopp beim Castillo eingelegt. Die Stadt ist richtig tot und außer dem Castillo und der Kirche gibt es nichts zu sehen.

Wir haben uns dann einen Übernachtungsplatz etliche Kilometer weiter in Alcázar de San Juan ausgesucht. Wir wollten in die Stadt, weil es auf der Hochebene bei 24 Grad einen unbändigen Wind hatte und es da keinen Spaß macht, irgendwo in der Pampa zu stehen.

Auf dem Weg nach Alcázar de San Juan kamen wir hier in Consuegra durch und haben schon von weitem die Burg und viele Windmühlen gesehen. Wir sind hier jetzt in Kastillien-La Mancha im Don Quijote-Land.



Hier hätte man bei windstillem Wetter problemlos stehen können, aber auf dem Staubplatz mit heftigen Böen wollten wir nicht bleiben und sind daher noch die 30km bis Alcázar de San Juan gefahren.
Die Lok steht in der Ortseinfahrt von Alcázar.
Wir sind hier auf den kommunalen Wohnmobilstellplatz gefahren. Es sind nur 10 Stellplätze und wir stehen hier alleine. 
Um allerdings da reinzukommen, muss man sich durch ein Menü an einem Bildschirm kämpfen und schließlich mit der Karte 6,04 € bezahlen, dann öffnet sich das elektrische Tor.

Das ganze hat wohl wieder ein KI-Azubi ausgeheckt, weil die Menüführung derart kompliziert ist und man für die 6 Euro, wenn man das mal endlich geschafft hat, nur der Zugang zum Platz freigeschaltet ist. Will man dann ins WC, duschen oder braucht noch Strom fürs WoMo, muss man alles einzeln am Automaten nacheinander buchen. Ich denke, es wäre weitaus sinnvoller, glatte 10 Euro zu verlangen und damit alle Serviceleistungen freizuschalten,

Wir sind dann nach der Ankunft in die Innenstadt gelaufen und haben im Restaurant  El Alba was gegessen, nachdem wir vorher schon in 3 anderen Restaurants eine Abfuhr bekommen hatten. H. hat Tintenfisch bestellt und bekam die Kringel lieblos auf einem Zeitungspapier ohne jede Beilage serviert. Für 16 Euro echt frech.




Ich hatte ein typisches spanisches Gericht, "Huevos rotos ibericos trufados" bestellt, einfach ein paar Spiegeleier mit Iberico-Schinken auf Bratkartoffeln. Das hat 14 Euro gekostet und war wirklich lecker.
Auf dem Plaza Espagna, wo auch unser Restaurant war, gibt es diesen hübschen Brunnen mit ständigen Farbwechseln.
Hier dann zum Abschluss noch unser Privatstellplatz von heute.

Wir hatten übrigens heute auf den Schrittzählern unserer Uhr wieder über 14000 Schritte. Das ist etwas mehr als sonst, aber auf 10000 bis 12000 Schritte kommt man jeden Tag ohne Probleme, nur falls jemand meint, wir sitzen ja nur im Auto.
 

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