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Donnerstag, 2. Oktober 2025

02.10.2025 Crouseilles-Castet

Heute wird es heilig aber der Reihe nach.

Die Nacht in den Reben war traumhaft ruhig und als wir heute Morgen aufgestanden sind, gab es wieder einen wolkenlosen Himmel und es war schon angenehm warm.

Wir sind nach dem Frühstück in Richtung Espoey gefahren. Hier kamen die Pyrenäen, wenn auch diesig, in Sicht. Es ging über winzige Straßen weiter in Richtung Lourdes.
In Lourdes haben wir wenige hundert Meter von der Innenstadt entfernt einen kostenlosen Parkplatz gefunden und sind dann um die Mittagszeit zum Platz des Wunders gelaufen. 
Die Mittagszeit bietet sich hier für Besichtigungen immer an, da die Franzosen ja pünktlich um 12 Uhr essen müssen und einem dann nicht im Weg rumlaufen.
Wir hatten tatsächlich mit weitaus mehr Betrieb gerechnet und waren daher von dem geringen  Besucheraufkommen überrascht.

Die Kirche(n), die hier über die Grotte gebaut wurden, sind wirklich schön und erstrecken sich über 3 Etagen.
Von der oberen Kirche hat man einen tollen Blick auf den Gave du Pau.


Der einzige Bereich, wo es zur Bildung einer kleinen Warteschlange kam, war direkt an der Grotte, wo das angebliche Wunder passiert sein soll. Die Gläubigen müssen da wohl unbedingt durch und die Felswand berühren, sonst hilft es nicht.
Da wir nicht so an Spontanheilungen glauben, haben wir uns das geschenkt und haben dafür unsere Wehwehchen immer noch.

Da wir noch nicht wussten, wo wir heute übernachten und ob es dort was zu essen gibt, haben wir nach der Besichtigung in der Tourimeile vor der Basilika ein Menü gegessen. Obwohl das hier eine Hochtouriregion ist, waren die Preise günstiger als in allen anderen Städten, in denen wir bisher waren. Das 3-Gänge Menü, das wirklich gut war, kostete 13,50 €. Eigentlich rechnet man an solchen Orten eher mit einem Tourizuschlag,
Nun war die Frage, ob wir hier bleiben oder noch ein Stück fahren.

Da es uns gestern in der Einsamkeit wesentlich besser als in der Stadt gefallen hatte, haben wir beschlossen, noch ein Stück in Richtung Pyrenäen zu fahren.

Es ging dann hier über Saint-pé-de-Bigorre...
...weiter nach Lestelle-Bètharram, wo wir nch einmal einen Stopp eingelegt haben, als wir die vielen Kapellen gesehen haben.
Hier gab es wohl auch ein Marienwunder und man hat entsprechend viele Kirchen und Kapellen gebaut, ohne aber an den Erfolg von Lourdes anknüpfen zu können. 
Auf jeden Fall ist der Ort sehr schön und man kann hier durchaus einige Zeit verbringen.

In der Gegend war jetzt auch sehr auffallend, dass die Campinginfrastruktur wieder deutlich besser ist. Alle paar Kilometer sind Campingplätze oder Wohnmobilstellplätze, die meist kostenlos sind, angeschrieben.


Als wir mit der Besichtigung fertig waren, sind wir 20km weiter in Richtung Pyrenäen gefahren und in Castet bei einem Bauern auf dessen "Campingplatz", einer Wiese vor dem Haus, gefahren. Es gibt hier saubere Duschen und Toiletten und eine schöne Aussicht auf die umliegenden Berge und die Ruine von Castet.
Bevor ich es vergesse:
Unser Souvenir von Lourdes ist dieser Wasserkanister, nachdem uns heute Morgen fast das Kaffeewasser ausgegangen wäre. Wenn man mehrere Tage frei steht, sind die 3 Flaschen, die wir immer wieder füllen, einfach recht schnell leer. 
Aber jetzt haben wir einen heiligen Kanister und ich gehe mal davon aus, dass der nie wieder leer wird und sich immer selber füllt.
Wir haben den Platz praktisch für uns alleine und konnten nach der Ankunft bei 23 Grad noch 2 Stunden draußen sitzen. 

In Lourdes hatte es am Mittag 25 Grad.

Als dann aber die Sonne hinter dem Berg verschwunden ist, wurde es recht schnell kühl und wir haben uns ins Auto verzogen.
Morgen geht es dann über den Pass nach Spanien und da schauen wir mal, was uns erwartet.


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