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Samstag, 1. November 2025

01.11.2025 El Rocío-Mazagón

Heute Morgen hatte es um 9 Uhr noch dichten Nebel, so dass wir uns sehr viel Zeit gelassen haben. Es gab sowieso erst ab 9 Uhr frisches Brot auf dem Campingplatz und das passte dann so.

Bis wir dann auch Wasser gefüllt und alles entsorgt hatten, war es halb elf und da kam nun auch langsam die Sonne raus.
Wir sind den einen Kilometer bis El Rocío mit dem Auto gefahren, da wir ja den Platz bis 12 Uhr räumen mussten.
El Rocío ist eine faszinierende Stadt. Ich war hier zwar schon einmal, würde sie aber immer wieder in eine Reise einbauen, wenn ich hier in der Gegend durchkomme. Und H. kannte das ja auch noch nicht.

Es gibt in El Rocío nur Sandstraßen und viele viele Pferde. Man kommt sich vor, wie im Wilden Westen.

Im Mai ist hier für 2 Wochen die Hölle los, da rund 1 Million Menschen aus diversen Bruderschaften hierher kommen.

Für den Rest des Jahres ist es normalerweise ein verschlafenes Dorf mit ca. 2000 Einwohnern.

Allerdings war heute an Allerheiligen, was wir nicht wussten, auch ziemlich viel Betrieb. In der Kirche fand jede Stunde eine Messe statt und jedes Mal waren andere Gruppen mit Trommeln, Flöten und Trachten an der Reihe.
Kurz vor 11 Uhr sammelten sich vor der Kirche unzählige Reiter und Pferdewagen. Laufend wurde mit Böllern geschossen und irgendwann setzte sich der Tross dann in Bewegung.



Wir haben uns das Spektakel ziemlich lange angeschaut. 
Die "Straßen" im Ort waren teilweise noch stark aufgeweicht von den heftigen Regenfällen von vor 3 Tagen. Vermutlich wäre die Veranstaltung heute sprichwörtlich ins Wasser gefallen, wenn es heute so geregnet hätte.

Direkt an den Kirchplatz grenzt dieser See an, in dem man heute kaum Vögel gesehen hat. Die sind wohl aufgrund der Böllerschüsse geflüchtet.



Dann hatten wir auch noch Glück, dass aufgrund der Veranstaltung in El Rocío der Supermarkt dort geöffnet hatte und wir noch was Einkaufen konnten. Wir hatten gestern überhaupt nicht auf dem Schirm, dass hier heute auch Feiertag ist und die Supermärkte da normalerweise alle geschlossen sind. In El Rocìo ist halt alles ein bisschen anders und die müssen hier offen haben. Der Laden war brechend voll und die Leute haben kistenweise Bier und Spiritousen rausgeschleppt. Ich denke, die Stimmung wird hier im Laufe des Tages noch ziemlich lustig.

Gegen 13 Uhr sind wir schließich in Richtung Küste losgefahren. Auf der Karte sah das mal wieder so aus, als ob man direkt am Meer entlangfährt. Das war aber leider nicht so. Wir sind nach Matalascañas gefahren und von dort die A494 parallel zur Küste. Zwischen der Straße und dem Meer ist allerdings ein ca. 1km breiter Streifen mit Pinienwäldern, so dass man das Meer nie sieht.
Bei der Cuesta Maneli gab es dann aber einen großen Parkplatz und von dort einen 1,3km langen Steg über die Dünen zum Meer. 
Den Spaziergang haben wir gemacht, auch wenn es fast zu warm war. Man kommt da bei 24 Grad richtig ins Schwitzen, weil man erst 600 Meter über die Rampe bis auf den Dünenkamm läuft und dann auf der anderen Seite die gleiche Strecke nach unten zum Meer.

Am Strand waren viele Lenk-Drachenflieger unterwegs, die hier in gleichbleibender Höhe einfach hin und herfliegen. Man denkt immer, die müssen jetzt mal runterfallen aber der Wind reicht wohl aus, um sie immer in der Höhe zu halten.
Nach unserem Auflug zum Strand sind wir weiter bis Mazagón gefahren. Der Ort ist wohl auch ein Urlaubshotspot der Spanier aber im Moment sehr leer, da die Saison definitiv zu Ende ist.

Wir haben hier einen Kaffee getrunken und hatten unser WoMo gegenüber auf einem großen Sandplatz abgestellt, in dessen Zufahrt große Verbotsschilder für WoMos standen. Das hat uns nicht sehr beeindruckt, weil da schon ca. 10 Wohnmobile standen und der riesige Platz ansonsten leer war.
Ich habe dann den Wirt im Café gefragt, ob man auf dem Platz übernachten kann, worauf er gemeint hat, dass das kein Problem sei. Die Polizei würde hier nichts unternehmen.
Obwohl wir nur knapp 50km gefahren gefahren haben wir uns entschieden, hier zu bleiben und den schönen Mittag am Strand auszunutzen.

Wann kann man schonmal am 01. November bei 24 Grad an den fast menschenleeren Strand gehen.
Hier hatte es auch zum ersten Mal richtig viele und z.T. auch große Muscheln am Strand. H. hat so viele gesammelt, wie sie tragen konnte. 
Witzig war diese Boje, die auf dem Sand lag und mit Muscheln übersät war. In jeder Muschel saß ein Krebs und streckte immer mal wieder den Kof raus. Wenn ihr das Bild vergrößert, sieht man die Biester.
Wir sind hier direkt an der Hafeneinfahrt von Huelva und wenn die großen Containerschiffe einlaufen meint man, die müssen gleich auf Grund laufen, so nah sind die am Strand. 

Gerade gab es noch einen schönen Sonnenuntergang, den wir mit einem Aperol genossen haben. Die Bilder reiche ich morgen nach. 
 

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