Allerdings sah es wie im tiefsten Herbst aus. Es war gar nicht richtig hell. Über dem Meer lag ein dichter Dunst und die Berge waren in Wolken gehüllt.
Überall da, wo man jetzt Wasser sieht, konnte man gestern Nachmittag trockenen Fußes laufen.
Es ist daher auch klar, dass in den Reiseführern steht, dass man die Höhlen nur bei Ebbe besichtigen kann.
Wir sind dann weiter die kleinen Küstenstraßen entlang gefahren. Da wir jede Ecke von Nordspanien ausfahren, summieren sich zwar die Kilometer, aber wirklich vorwärts kommt man nicht.Gestern hatte ich noch vergessen, was zu den Dieselpreisen zu schreiben. Wir haben gestern in Ribadeo wieder mal vollgetankt. Diesel kostete hier beim Supermarkt 1,38€/l, was in dieser Region sehr günstig ist. Als wir nach Spanien eingereist sind, lag der günstige Preis so um 1,30€/l. In der Region um Santander haben wir dann für 1,22€/l getankt, aber hier in Asturien und Galizien, wo wir jetzt sind, war kaum mal eine Tankstelle unter 1,45€/l. Die Schwankungsbreite des Dieselpreises, der auch mal bis 1,70€/l reicht, ist also auch hier enorm. Der Unterschied zu Deutschland besteht aber darin, dass man am Vortag einen Preis googeln kann und der auch am nächsten Tag noch Bestand hat. Es gibt hier kaum Preisänderungen im Laufe eines Tages.
In den kleinen Küstenorten, durch die wir gekurvt sind, gab es auch wieder viele dieser alten Getreidespeicher. Ich hatte vor ein paar Tagen schon einmal einen hier eingestellt, nur waren dort alle quadratisch. Nun werden sie rechteckig.
Heute dauerte es dann nicht, wie gestern, bis 14 Uhr, bis sich die Sonne durchsetzen konnte.
Schon kurz vor 12 Uhr wurde der Himmel blau und innerhalb von 30 Minuten waren alle Nebelreste verschwunden.
Wir sind in etliche Küstenortschaften abgebogen und bis ans Meer gefahren, so wie hier in Vivero.
Als wir durch Viveiro (nicht Vivero) gekommen sind, haben wir bei der Durchfahrt dieses alte Stadttor gesehen. Laut Google gibt es hier ein historisches Zentrum, weshalb wir natürlich eine Runde durch das Städtchen drehen mussten, zumal Google behauptete, dass es die schönste Küstenstadt in Galicien in der Rías Altas ist.
Im Gegensatz zu vielen anderen Städten hier, hat sich Viveiro den historischen Kern nur zum Teil erhalten. Zwischen alten Steinhäusern stehen viele Beton-Bausünden aus den 60-er und 70-er Jahren.
In Viveiro gibt es jedes Jahr ab Gründonnerstag über Tage andauernde große Osterprozessionen von verschiedenen Bruderschaften, die komische Kapuzengewänder tragen und wie Mitglieder vom Ku-Klux-Klan aussehen.
Wer das genauer wissen will kann das hier nachlesen.
Die Kirche mit der angrenzenden Klosteranlage ist auf jeden Fall recht hübsch.
Es gibt auch noch ein paar Reste der alten Stadtmauer.
Das soll ein Nachbau der Grotte von Lourdes sein, die sich hier großer Beliebtheit erfreut. Das als Sehenswürdigkeit hier anzupreisen, finde ich allerdings etwas albern. Das könnte man zu Hause von der Größe her auch in die Weihnachtskrippe integrieren.
Nach dem Besuch von Viveires haben wir am Ortsende, nachdem wir über die Brücke gefahren sind, ....
...hier gegenüber von diesen schönen Felsen noch einen Stopp in einer Bar gemacht und hier einen Kaffee und Tortillas bestellt. Sie sind hier nicht erschrocken, für den Service, dass man sich draußen an einen Tisch setzt, 2 Euro extra Servicegebühr zu nehmen und einem dafür kalte, fettige Pommes zum Tortilla zu servieren. Die schlechte Google-Rezension bekamen sie schon von mir, bevor wir das Lokal verlassen hatten.
H. hat dann im Internet einen schönen Aussichtspunkt entdeckt und den haben wir als nächstes angesteuert.
Es ist der Mirador Punta de Fuciño do Porco.
H. läuft ja wirklich gerne, aber mit den Bergetappen hat sie es nicht so. Aber egal, wir sind dahin gelaufen und es hat sich absolut gelohnt.
Eine tolle Aussicht auf die fantastische Landschaft belohnt einem dann auch für die bösen Steigungen.
Nach dem ausgiebigen Spaziergang zum Leuchtturm sind wir die Küstenstraße noch ein Stück weiter gefahren und schließlich in Ortigueira gelandet.
Bevor wir Ortigueira erreicht haben, sind wir noch an ein paar Aussichtspunkte gefahren. In der Ecke ist es jetzt, wie ich gestern schon geschrieben habe, wirklich schön, dass man überall bis ans Meer fahren kann und nirgends irgendein Verbotsschild steht.
In Ortigueira haben wir uns auf den Parkplatz am Fährhafen gestellt und zuerst mal die Dusche angeworfen, weil es am Mittag bei dem Spaziergang mit 24 Grad doch recht schweißtreibend war.
Da hat H. den Ortsnamen fotografiert, bevor wir eigentlich wussten, wo wir sind. Deshalb stimmt auch die Ansicht nicht ganz. :-)
Das ist unser heutiger Stellplatz.
Wir waren jetzt gerade gegenüber vom Parkplatz beim Essen. Für 32 Euro inklusive Getränke war es sehr preiswert und auch richtig gut.
Jetzt um 22.50 Uhr ist es hier draußen so ruhig, dass man ein Streichholz fallen hören würde. Mal schauen, ob es morgen früh wieder so dunstig ist oder wir mal am Morgen schon einen schönen blauen Himmel haben.




































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