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Donnerstag, 16. Oktober 2025

16.10.2025 O Freixo-Ares (Praia da Barrosa)

Der Himmel gestern Abend am Strand vom O Freixo, bevor wir zum Essen gegangen sind.
Das Lokal hier grenzt an den Parkplatz des Surferstrands, wo wir standen. Obwohl hier den ganzen Tag über richtig viel los ist, gibt es trotzdem vor 20.30 Uhr nichts zu essen. Die Spanier sind halt so. Man isst zwischen 12 und 15 Uhr und dann nicht vor 20.30 Uhr.
Heute Morgen wurden wir gegen 08.30 Uhr von einer Terroristenbande aus dem Schlaf gerissen. 3 Gemeindearbeiter, schwer bewaffnet mit Motorsensen, haben sich einen Weg durch die parkenden Camper gebahnt. Da will man nicht länger schlafen und ergibt sich.

Wir sind gegen 10.30 Uhr weitergefahren, wobei es nun wieder ganz leise war, weil die Terrorbande Pause gemacht hat.

Wie schon am Vortag, haben wir jeden Zipfel der Küste ausgefahren und sind soweit es ging raus auf die Felsspitzen gefahren. Der erste Stopp war am Mirador do Paraño.


Weiter ging es an den Strand von Frouxeira.

Hier gibt es tolle Strandbars, aber natürlich ist alles zu um diese Jahreszeit. In der Saison muss bei dem schönen Strand hier aber schon richtig viel los sein. Jetzt in der Nebensaison könnte man hier überall probemlos an den schönsten Stränden stehen bleiben, aber wir müssen ja leider auch mal ein Stück weiterkommen.



Vom Punta de Fruxeira hatten wir wieder einen wunderschönen Blick auf die Steilküste. Ich weiß, das wiederholt sich, aber so sieht es hier halt überall aus.


Hier am Cabo Frouxeira steht der hässlichste Leuchtturm, den ich je gesehen habe. Er soll avantgardistisch sein. Kann ja sein, aber er ist hässlich.
Wir sind beim hässlichen Leuchtturm eine Weile hier rumgelaufen und haben uns an manchen Stellen gewundert, dass das Gestein etwas seltsam aussieht.
Irgendwann haben wir entdeckt, dass wir teilweise auf Betondecken rumgelaufen sind und der ganze Hügel komplett unterhöhlt ist.

Das ist eine alte militärische Anlage, wobei es den Anschein hat, dass auch im Zeitalter des Franco-Regimes hier noch gewerkelt wurde. Im 1. und 2. Weltkrieg wurde ja eher nicht mit Stahlbeton gearbeitet.



















Wenn man durch die Höhlengänge läuft, kommt man an dieser Schießscharte, die man von oben überhaupt nicht als solche erkennen kann.

Hier auf dem verranzten Plakat sind die einzelnen Cabos abgebildet, die wir alle abgearbeitet haben. Es fehlte jetzt nur noch das Cabo Prior und das Cabo Priorino, zu denen wir als nächstes gefahren sind.
Da es keine durchgehenden Küstenstraßen gibt, muss man immer wieder ein Stück ins Inland und über teilweise sehr enge Dorfstraßen fahren. Hier mal wieder so ein alter Getreidespeicher, die hier überall rumstehen.

Hier sind wir jetzt am Cabo Prior. Auch hier ist alles unterhöhlt und es gibt viele alte Wehranlagen.





Hier sieht man wieder einen Eingang zu einem der Tunnelsysteme.

Weiter ging es zum letzten Cabo auf unserer Strecke, dem Cabo Priorino.
Um es kurz zu machen, sehr hässlich, keine schöne Aussicht und nur ein Blick auf einen seltsamen Industriehafen ohne Schiffe.
Seltsam deshalb, weil das Teil wie ein Hochsicherheitstrakt eingezäunt und kameraüberacht ist, aber man sieht keinerlei Aktivitäten. Keine Ahnung, was die Spanier hier treiben.
Rein Luftlinie betrachtet, waren wir wieder mal keine 20km weiter gekommen, als gestern.

Wir sind dann nach Ferrol gefahren, waren uns aber schnell einig, dass das eine furchtbar hässliche Stadt ist, in der wir nicht übernachten wollten. Wir haben deshalb an der Promenade nur einen Kaffee getrunken und sind weiter auf den nächsten Zipfel des spanischen Festlandes gefahren.
Hier gab es ein touristisches Hinweisschild zur Monasteria de Santo Catalina, was sich dann allerdings mehr oder weniger als Ruine herausgestellt hat.



Wir sind von dort aus noch die paar hundert Meter zur Baterías de la bailadora gefahren. Auch hier gibt es überall unterirdische Bauwerke.

Wenn man dann weiter über den Berg fährt, sieht man von oben das Castelo de San Felipe.

Wir hatten jetzt keine Lust mehr, noch viel weiter zu fahren und haben einen Stellplatz für die Nacht gesucht. Das wird hier in der Gegend schon wieder etwas schwieriger, wenn man sich nicht auskennt. Vernünftige Campingplätze gibt es hier überhaupt nicht, zumindest wenn man den Rezensionen in Google glaubt, die allesamt vernichtend sind.

Im Park4Night haben wir einen Platz bei Ares am Praia de Barrosa entdeckt und da sind wir mal hingefahren.
Es gibt hier eigentlich keine Stellplätze, nur einen kleinen Parkplatz, auf den 3 oder 4 Autos passen. Als wir ankamen, waren 2 Fahrzeuge da. Es waren Einheimische, die bei 18 Grad Wassertemperatur da unerschrocken baden. 

Wir haben uns hier hingestellt und bis zum Einbruch der Dunkelheit kamen noch ein paar Spaziergänger mit ihren Hunden. Seit es nun komplett dunkel ist, ist hier eine himmlische Ruhe und wir stehen alleine hier mit einem wunderschönen Sternenhimmel und dem Blick aufs Meer. 
 

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