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Samstag, 11. Oktober 2025

11.10.2025 Rionansa - Colunga

Wie schon erwähnt, waren wir gestern ab 19.15 Uhr komplett alleine auf dem Parkplatz bei der Cueva el Soplao. 
Als ich kurz nach 23 Uhr noch draußen war, hatte der Himmel schon größtenteils aufgeklart und da es da oben keine Lichtverschmutzung gibt konnte man einen tollen Sternenhimmel sehen.

Kaum waren wir im Bett, knatterte kurz nach Mitternacht ein Auto vorbei. Wir haben uns absolut ruhig verhalten und nur darauf gewartet, dass gleich jemand an die Türe poltert und etwas an unserem Übernachtungsplatz zu meckern hat. 
Dem war aber nicht so. Heute Morgen, als wir aufgestanden sind haben wir dann gesehen, dass ein weiterer Camper ganz hinten in der Ecke stand und das war wohl das Fahrzeug, dass in der Nacht gekommen ist.
Es war heute Morgen, wie man sieht, absolut wolkenlos bei 7 Grad. Die Aussicht von da oben auf das Cambrische Gebirge, einem Ausläufer der Pyrenäen, ist einfach nur genial.

Gegen 09.15 Uhr trafen die ersten Angestellten der Höhle und des Restaurants ein, die aber absolut keine Notiz von uns genommen haben.

Wir hatten ja gestern Abend noch über das Internet Tickets für die 10 Uhr-Führung gekauft und sind deshalb kurz vor 10 zum Eingang gegangen. Zu diesem Zeitpunkt waren nur ca. 15 weitere Besucher gekommen.
Während wir dann auf den Einlass gewartet haben, fuhr ein Reisebus auf den Parkplatz und da purzelten mal locker 50 Leute raus. Unsere Befürchtung, dass wir nun mit einer Riesenmeute da durchgeschleust werden, hat sich aber nicht bewahrheitet, da die Bustouris eine eigene Führung bekommen haben und wir in der kleinen Gruppe die Höhle besichtigen konnten.
Wenn ihr euch jetzt wundert, warum ihr nur dieses Bild von der Höhle zu sehen bekommt, liegt das daran, dass man während der Führung, die leider mal wieder nur in spanischer Sprache stattfand, keine Bilder machen darf.

Die Tropfsteinhöhle ist schon sehr außergewöhnlich. Wir waren schon in vielen Tropfsteinhöhlen, aber so filigrane Teile, die teilweise aussehen wie Watte, haben wir noch nicht gesehen.

Ich hätte euch gerne ein paar Bilder eingestellt, aber so kann ich euch nur auf diesen Link verweisen.
Normalerweise führt man die ersten 300 Meter vom Eingang bis zur eigentlichen Höhle mit einer Bahn, die allerdings schon längerer Zeit defekt ist und instandgesetzt wird. Ich kann nur vermuten, dass die Deutsche Bahn das Projekt leitet und man frühestens 2049 wieder mit der Bahn fahren kann.
Die Besichtigung dauerte rund 1 Stunde, so dass wir so gegen 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein wieder aus der Höhle kamen. 
Zwischenzeitlich war da draußen richtig viel Betrieb.
Im Souvenirshop am Eingang haben sie neben diesen Riesenteilen viele wirklich preiswerte Andenken. Das Merchandising wird hier wohl gesponsert, weil man vom Schmuck bis zur Kleidung mit der entsprechenden Aufschrift alles zu sehr moderaten Preisen bekommt.

Bis wir zum Auto zurückkamen, sah es auf dem Parkplatz so aus. Schon ein Unterschied zum ersten Foto von ca 08.30 Uhr oben.
Es war dann fast 13 Uhr, bis wir da oben weggekommen sind. Wir wären am liebsten da stehen geblieben und hätten bei der herrlichen Sonne unseren Tisch ausgepackt, aber wir wollten die Geduld der Spanier ja nicht überstrapazieren.

Wir sind dann direkt in Richtung Küste losgefahren. Es ist ein faszinierende Route. Auf der linken Seite immer das cambrische Gebirge und....
...auf der rechten Seite das Meer, hier am Mirador de Tina Menor. 
U.a. kamen wir dann nach Llanes, einer sehr touristischen Stadt, in der unheimlich viele Leute unterwegs waren. Das sah alles sehr hübsch aus und wir hätten da sicher einen längeren Rundgang gemacht, wenn nicht schon am Ortseingang ein Schild gestanden hätte, dass Wohnmobile in der gesamten Innenstadt nicht parken dürfen. Man mag uns hier einfach nicht. Also sind wir halt provozierend mit unserem Mobil erlaubterweise im Schritttempo durch die Fußgängerzone gefahren, haben aber nirgends angehalten und sind weiter auf der Küstenstraße gefahren. Außerdem hätte es das Schild mit dem WoMo-Verbot gar nicht gebraucht, da in der ganzen Stadt eh kein Quadratzentimeter Parkfläche frei gewesen wäre.
Wir sind dann, soweit es möglich war, entweder die 324 oder noch kleinere Straßen durch die Ortschaften am Meer - hier durch Barro- gefahren.
Die Straße verläuft meist ein Stück im Inland. Um direkt ans Meer zu kommen, muss man meist kurze Stichstraßen fahren. 
Auf dem Weg nach Ribadesella kamen wir hier an diesem Strand vorbei.



Nachdem wir in einer weiteren Ortschaft auf dem mal wieder an irgendwelchen WoMo-Verboten gescheitert waren, haben wir hier in Ribadesella einen Stopp eingelegt und etwas außerhalb einen Parkplatz gefunden.

Hier waren auch unheimlich viele Leute unterwegs und wir waren alleine aufgrund der Masse der Meinung, dass es hier besonders schön sein müsste. Das war es aber nicht, es gab nur unzählige Restaurants, die alle ziemlich voll waren, wodurch sich die hohe Besucherfrequenz erklärt.

Da die Innenstadt nicht wirklich was zu bieten hatte, haben wir uns in einer Konditorei etwas zum Kaffee gekauft und sind an die Hafenpromenade gefahren, wo wir unseren eigenen Kaffee gekocht haben.

Da gab es unzählige Parkplätze, die alle mit ca. 4m Länge recht kurz waren. Wir haben deshalb etwas schräg über 2 Parkplätze geparkt, damit das Heck von OGLI nicht in die Straße ragt. 
Kaum hatten wir den ersten Kaffee getrunken, stand die Polizei neben uns und hat gemeint, dass das gar nicht geht, hier 2 Parkplätze zu belegen, obwohl durmrum alles frei war. Da meine Sprachkenntnisse keine Diskussionen zulassen, haben wir uns getrollt und sind um die Ecke gefahren, um den Kaffee fertig zu trinken.
Mir geht es tatsächlich immer mehr auf die Nerven, auf irgendwelchen Straßen am Meer entlang zu fahren, obwohl das landschaftlich sicher schön ist, aber die Restriktionen sind einfach unsäglich.

H. mag das Meer, sonst wären wir schon längst im Hinterland, aber ich denke, so langsam geht es ihr auch auf den Geist, dass man hier nicht willkommen ist.

Eigentlich wollten wir heute bis Oviedo fahren, sind dann aber hier in Colunga geblieben, weil es schon fast 18 Uhr war. Irgendwann heute haben wir auch die Grenze zwischen Kantrabrien und Asturien überquert.

Diese Bauten, die man hier sieht, hatten wir unterwegs schon mehrfach. Ich vermute, dass die Konstruktion dafür gedacht war, das Eindringen von Ungeziefer wie Mäusen und Ratten in die Bauten zu verhindern.
In Colunga gab es wirklich richtig viel Parkraum und keinerlei Verbote, aber wir sind ja auch nicht direkt am Meer.
Wir haben nach der Ankunft zunächst im WoMo geduscht und sind dann in die Innenstadt gelaufen, die außer einer Kirche nicht viel hergibt.

Hier im Hotel-Restaurant "Las Vegas" haben wir um 20.30 Uhr ein Abendessen bekommen. (wir waren schon um 19.45 Uhr da, aber da gabs noch nichts)

Jetzt schauen wir mal, ob wir es morgen bis Oviedo schaffen. 
 

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