Dieses Blog durchsuchen

Montag, 6. Oktober 2025

06.10.2025 Santo Domingo de la Calzada-Laredo

Heute Morgen war es mit 6 Grad ziemlich frisch und wir haben zum Frühstücken trotz strahlendem Sonnenschein erstmal die Heizung angeworfen.
Wir hatten eine absolut ruhige Nacht auf dem Parkplatz beim Krankenhaus und obwohl am Morgen viele PKW auf den Parkplatz kamen, hat niemand Notiz von uns genommen.
Wir haben uns überlegt, heute nach Bilbao zu fahren, aber es sollte mal wieder anders kommen.

Kaum hatten wir die Route ins Navi eingegeben, quäkte Tante Google, dass wir in Bilbao durch die Umweltzone fahren. Dass es hier überhaupt Umweltzonen gibt, wussten wir nicht und die Suche hat ergeben, dass die erst Ende 24 eingeführt wurden.
Nun ging die Sucherei los, was für Voraussetzungen man da erfüllen muss. Es gibt keine einheitliche Registrierungsstelle, sondern man muss sich bei der jeweiligen Stadt registrieren und eine App herunterladen. Das haben wir gemacht und versucht, die Daten von unserem Fahrzeug einzugeben. Nach gefühlt tausend Fehlermeldungen haben wir Bilbao von der Reiseroute gestrichen und uns für eine neue Route entschieden. Es ging zunächst in Richtung Muga, wo wir neben dieser protzigen Weinhandlung im Lidl eingekauft haben.
In dem Ort gibt es auch eine Stierkampfarena. Ob hier noch Stierkämpfe stattfinden, konnten wir nicht herausfinden.

Es ging dann weiter nach Haro, wo wir einen kurzen Stopp bei der alten Brücke eingelegt haben.


Hier in Miranda de Ebro hätten wir mal gerne eine Runde durch die Innenstadt gedreht, sind aber wieder an der Parkplatzsuche gescheitert. Etwas ausßerhalb am Ebro konnten wir schließlich kurz anhalten und haben ein paar Fotos gemacht.


Auf dem weiteren Weg in Richtung Küste sind wir an einem Abzweig zum NP Valderejoko vorbeigekommen. Der Park war mit nur 10km angeschrieben und die Straße führte direkt in Richtung Gebirge, so dass wir den Abstecher natürlich genommen haben. 

Wir waren die einzigen, die da gefahren sind. Es gab absolut keine anderen Fahrzeuge. 
Man kommt durch zwei drei kleine Dörfer -hier das Dorf Lalastra- und es geht steil bergauf.

Die Teerstraße wird dann immer schmäler und geht schließlich in einen schmalen Schotterweg über, auf dem man Eseln und Kühen begegnet.
Dann kommt man an eine Station mit unzähligen Gänsegeiern, die da frei fliegen können, aber wohl freiwillig immer in ihr Gehege zurückkehren.
Nach der Geierstation wird die Straße ziemlich ruppig aber Tante Google meinte nun, dass sie eine Route durchs Gebirge zurück zu unserer Straße gefunden hätte.
Das Problem war nur, dass man die Route oft nicht erkennen konnte, man musste die Fahrspuren wirklich suchen und hatte oft keine Ahnung, ob das so passt.

Als wir hier auf der Hochebene angekommen waren, hatte man einen fantastischen Blick auf die Berge rundrum.


H. konnte das nicht wirklich genießen und hatte mehr den Blick auf den weiteren Straßenverlauf und meinte, das ist aber sehr steil da vorne.
Ich habe ihr erklärt, dass unser Auto das kann, konnte aber keine wirkliche Entspannung feststellen.

Die Straße wurde dann auch nach dem Anstieg nicht wirklich besser und man musste oft neben die eigentliche Fahrspur wechseln, weil die Gräben zu tief waren.

Wir mussten dann auch noch ein Kuhgatter öffnen, das den weiteren Weg versperrte und ein Kilometer später verlor sich dann die Route komplett. 

Wir standen mit dem Auto hier am Abhang und Frau Google wollte partout nach links, aber da war nur Fels und Gestrüpp.

Wir haben 4 oder 5 Anläufe genommen, da durchzukommen, aber von Straße keine Spur. 

Also mussten wir notgedrungen umkehren und wieder 10km über die Rumpelstrecke zurückfahren.
Hier sind wir dann aus dem Park gekommen und nach links auf die BU553 abgebogen. Wir haben nun als Ziel "Laredo" ins Navi eingegeben, weil wir heute noch bis zur Küste fahren wollten.

Auf der Straße war absolut kein Verkehr. Auf 20km sind uns gerade mal 3 Autos entgegengekommen. 

Wir kamen hier in San Pantaléon de Losa vorbei mit diesem interessanten Felsen, der von weitem wie ein Schiff aussieht.

Es geht dann noch einmal übers Gebirge, bevor man ans Meer kommt. Die Grundstückspreise hier sind auf jeden Fall trotz der schönen Umgebung noch bezahlbar.
Aif der Passhöhe kommt man auf 920 Metern Höhe an den Aussichtspunkt del Puerto de los Tornos, wo man einen traumhaften Blick bis zum Meer hat.


Vom Aussichtspunkt geht es steil runter bis auf Meereshöhe, wobei man auch auf dem Weg an schönen Felsformationen vorbeikommt.
Auf halbem Weg war noch eine Höhle angeschrieben, die allerdings heute wieder mal geschlossen hatte. Wir sind ein Stück den Berg hochgelaufen und da krabbelten überall diese häßlichen Schnecken rum, die richtig groß sind. Die Größe kommt auf dem Foto gar nicht wirklich zur Geltung.
Es war dann schon 18.45 Uhr, bis wir in Laredo angekommen sind und einen wunderschönen Platz direkt am Strand gefunden haben.
Das ist aber auch das einzige "wunderschöne" an Loredo. Wir sind gleich losmaschiert, um noch irgendwo was zu essen. Google zeigte auf dem nächsten Kilometer an der Promenade entlang mindestens 10 Restaurants an.
Wir haben uns also optimistisch auf den Weg gemacht, um dann festzustellen, dass Laredo eine furchtbar hässliche Stadt ist. Riesige Apartmenthäuser mit mindestens 10 Stockwerken stehen in 3 Reihen hintereinander am Strand und die stehen im Moment alle leer. Alles verammelt und natürlich sind alle Lokale zu.
Als wir schon wieder auf dem Weg zurück zum Auto waren, haben wir eine offene Kneipe gefunden, die ein sehr überschaubares Essensangebot hatte. Wir haben einen Hamburger bestellt, der wirklich nicht gut war, aber man wird ja bescheiden, wenn es nichts anderes gibt.

Als wir dann auf dem Heimweg zum Auto waren, kamen wir noch an dem Brunnen vorbei, der verschiedenfarbig angestrahlt war. 

Als H. den Foto rausgezogen hat, gingen alle farbigen Lampen aus und es gab nur noch weißes Licht.

Sie nahm das fast schon persönlich und wir kamen übereinstimmend zum Ergebnis, dass man Laredo nicht auf dem Besuchsprogramm haben muss, auch wenn der Stellplatz schön ist. 
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen