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Mittwoch, 15. Oktober 2025

15.10.2025 Ortigueira-O Freixo

Ich reiche erstmal die Bilder von unserem gestrigen Abendessen nach, da ich gestern keine Lust mehr hatte, die auf den Rechner zu laden.

Das geht nämlich jeden Tag so. Am Abend zunächst die Bilder von beiden Handys auf den PC kopieren, manchmal auch noch die Bilder von der Kamera, wenn sie im Einsatz war. Tatsächlich macht man zwischenzeitlich die meisten Bilder mit dem Handy, weil sie qualitativ kaum schlechter sind als die Kamerabilder. Nur wenn man viel Zoomen muss, wie vor kurzem im Nationalpark mit den Tieren, ist die Kamera immer noch die bessere Wahl.

Ist dann alles auf dem Rechner, werden die Bilder umbenannt und zwar nach Datum/Uhrzeit und der jeweiligen Tagesetappe.

Es nützt ja nichts, wenn man nach Hause kommt, und tausende Bilder mit der Bezeichnung xxxxxx.jpg hat.
Wenn das dann erledigt ist, sucht man die Bilder für den Blog zusammen und kopiert sie in einen separaten Ordner. Dann müssen sie verkleinert werden, sonst werden die Ladezeiten für den Blog zu lange. Wenn das dann erledigt ist, werden die Bilder in den Blog geladen und dann kann man mal anfangen, was zum Tag zu schreiben. 
Jetzt wisst ihr, warum ich am späten Abend nach dem Essen diese Prozedur für 2 Essensbilder nicht mehr gemacht habe und die Bilder erst heute im Blog sind.
Die Nacht auf dem Stadtparkplatz war extrem ruhig. Als ich mich um 08.45 Uhr auf den kurzen Weg zum Bäcker gemacht habe, war keine Menschenseele auf der Straße und auch vor dem Bäcker musste ich noch bis 9 Uhr warten, bis er den Laden mal aufgemacht hat.

Die haben hier einfach einen völlig anderen Lebensrhythmus und kommen am Morgen nur sehr langsam in die Pötte.
Bevor wir nach dem Frühstück losgefahren sind, musste H. den Ortsnamen unbedingt noch einmal fotografieren. Dieses Mal von der richtigen Seite.
Da wir mal wieder keinen konkreten Plan hatten, sind wir einfach weiter die kleinen Küstenstraßen gefahren. Nach wenigen Kilometern kamen wir nach Cariño und da stand ein Wegweiser mit Fotoapparat zum Cabo Ortegal. Wenn die schon einen Foto abbilden, muss man da wohl hin, also sind wir abgebogen.

Die Anfahrt durch den Ort war dann allerdings etwas schmal, aber OGLI hat durchgepasst. Man muss nur immer auf die Balkone aufpassen, die oftmals auf 2 Metern Höhe in die Straße ragen.
Als wir durch Cariño durch waren, führte eine schmale Teerstraße bis ans Kap.
Auf den 4 km sind uns 2 Fahrzeuge entgegengekommen und als wir angekommen sind, waren wir da alleine.

Es ist eine wirklich schöne Landschaft dort mit einer schroffen Steilküste. Wir haben uns da so ca. 15 Minuten rumgetrieben, als ein weiteres WoMo und kurz danach mehrere PKWs und ein Reisebus kam. Das war für uns das Signal zum Aufbruch.
Wenige Kilometer vor dem Kap ist uns schon bei der Hinfahrt dieser Brunnen aufgefallen. Als wir auf dem Rückweg waren, stand ein Spanier da, der ca. 20 große Kanister im Kofferraum hatte und diese nach und nach gefüllt hat.

Das war ein klares Zeichen, dass das Wasser gut sein muss, weshalb wir unseren Wassertank, der nach 2mal duschen und etliche Male Geschirrwaschen ziemlich leer war, ebenfalls mit 80l Brunnenwasser gefüllt haben.
Die weitere Route kann ich euch nicht wirklich erklären. Wir sind immer den Schildern zu irgendwelchen Miradors (Aussichtspunkten) nachgefahren, waren also immer im Gebirge in Küstennähe. Leider hatten wir die meiste Zeit die Küste im vollem Gegenlicht, so dass die Fotos teilweise ziemlich fahl aussehen.
Irgendwann sind wir auf einen Schotterstrecke abgebogen. Nachdem bereits vorher nur sehr wenige Fahrzeuge unterwegs waren, waren wir hier nun ganz alleine, bis auf die Pferde und die Kühe, die überall frei herumgelaufen sind.

Dafür hatten wir an vielen Stellen einen tollen Ausblick auf die Küste.
Es hatte zwischenzeitlich 24 Grad, also richtig schön warm.
Die Straße war teilweise etwas ruppig, auch wenn es hier nicht so aussieht. Man bekommt das auf den Fotos einfach nicht richtig rüber.

Als wir hier auf dem Hochplateau waren, haben wir inmitten der Pferdeherden unsere Kaffeepause gemacht. Rechts neben den Windrädern sind man den grauen Strich im Bild, unseren Anfahrtsweg. Hier kann man erahnen, wie steil das hier ist.

Eigentlich hätte man da oben noch 2 Tage stehen bleiben können. Eine himmlische Ruhe, tolle Aussicht und die Pferde drumrum.

Da wir nach 3 Stunden gerade mal 30km weit gekommen waren, sind wir weiter in Richtung Cedeira gefahren. Die Route heißt "Rutas de las Miradores" also Straße der Aussichtspunkte. 

Hier am Cruceiro-de Teixidelo Aussichtspunkt, haben wir einen weiteren Stopp eingelegt und sind zum Kreuz hochgelaufen.

Da führt nur eine schmale Treppe hoch, aber auch da lagen überall Pferdeäpfel rum. Vermutlich wollen auch die Gäule ab und zu mal vom Aussichtspunkt runterschauen.




Gegen 15.30 Uhr kamen wir in Cedeira an, wo wir überlegt hatten, eventuell zu übernachten. Die Stadt hat uns aber überhaupt nicht gefallen, weshalb wir nach einem kurzen Aufenthalt noch weiter gefahren sind,
In Park4Night haben wir in 10 Kilometer Entfernung bei O Freixo einen öffentlichen Parkplatz entdeckt, der als Übernachtungsplatz geeignet ist und den vor allem Surfer nutzen.

Als wir gegen 16 Uhr hier angekommen sind, waren auch viele Surfer im Wasser und der Parkplatz ziemlich gut gefüllt.
Wir sind noch 2 Stunden ans Meer gegangen und haben uns in die Sonne gelegt. Aufs Baden im 18 Grad kalten Atlantik haben wir verzichtet.
Hier gibt es eine große Surfschule. Das Angebot findet ihr auf der Tafel. Irgendwie haben die (bzw. Angehörige der Schule) , soweit wir das auf einem Plakat verstanden haben, in den letzten Jahren immer irgendwelche Surferpreise gewonnen.

Direkt am Parkplatz gibt es auch ein Restaurant, wo wir jetzt dann essen gehen werden. Obwohl hier den ganzen Tag über Hochbetrieb ist, macht auch hier die Küche erst um 20 Uhr auf.
 

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