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Montag, 17. November 2025

17.11.2025 Montserrat-Sant Corneli

Gestern Abend sind wir in Monistrol de Montserrat in die Brasserie La Roca gegangen und haben dort tatsächlich kurz nach 18 Uhr was zu essen bekommen, obwohl wir die einzigen Gäste waren.
Wir waren völlig überrascht, als wir vom Parkplatz an der Durchgangsstraße zum Lokal gelaufen sind und plötzlich in einer schönen kleinen Altstadt standen.

Von unten hatte man davon überhaupt nichts gesehen und die Stadt sah recht schmucklos aus.

Nach dem Essen sind wir zum Auto zurückgelaufen und die 3 km zum Parkplatz der Seilbahn zurückgefahren, wo wir übernachtet haben.

Der Parkplatz in der Stadt war einfach sehr hässlich und lag auch direkt an der Straße, so dass es letztendlich egal war, wo wir den Verkehrslärm haben.

Bis um 23 Uhr waren viele Fahrzeuge unterwegs aber danach wurde es ruhig, bis es gegen 6 Uhr heute Morgen wieder lauter wurde. Wir haben aber trotzdem gut geschlafen.

Als wir dann heute Morgen aufgestanden sind, hatte es nur 6 Grad aber einen wolkenlosen Himmel.

Die Entscheidung von gestern, heute erst zum Kloster zu fahren, war damit goldrichtig.

Um 09.15 Uhr standen wir schon an der Talstation und haben gewartet, dass der Ticketschalter öffnet. Ich muss hier erwähnen, dass schon 2 Chinesen vor uns da waren.

Wir haben ein Kombiticket für die Seilbahn und den Museeumseintritt genommen, das mit 22,40 € etwas günstiger war als die Einzelpreise. Die Seilbahn alleine kostet schon 14 Euro und der Museumseintritt normalerweise 12 Euro. Eigentlich wollten wir auch noch den Eintritt für die Basilika, aber den konnte man nicht gleich kaufen.

Mit der 2. Bahn an diesem Tag sind wir schließlich kurz nach halb zehn auf den Berg gefahren. Die erste Bahn war schon voll mit Leuten, die sich im Internet Tickets gekauft hatten und die, während wir auf die Öffnung des Schalters gewartet haben, nach und nach eingetroffen sind.
Die Seilbahnfahrt dauert nur wenige Minuten, wobei man einen fantastischen Ausblick auf die Berge hat.


Als wir oben angekommen sind, waren noch sehr wenig Besucher unterwegs. Kein Vergleich zu dem Chaos von gestern.

Wir sind gemütlich in Richtung Basilika gelaufen, weil wir da gleich reinwollten, so lange kaum jemand unterwegs ist.



Als wir an der Basilika angekommen sind, sagte man uns beim Einlass, dass man die Tickets im Touristenbüro kaufen muss. Also wieder zurück in Richtung Seilbahn und dort die Tickets geholt. Der Eintritt kostet 9 Euro pP, für uns Senioren nur 8 Euro.



Mit den frisch geholten Eintrittskarten durften wir dann schließlich rein. Die Kirche ist innen sehr schön, aber 9 Euro Eintritt für eine etwas größere Kapelle sind auch nicht ohne.
Oben über dem Altar sieht man in dem hellen Rundbogen die Madonna. Wenn man eine Eintrittskarte für 12 Euro kauft, darf man direkt dort vorbeilaufen. Die Warteschlange für diese Variante reichte trotz des mäßigen Besuchs schon bis runter in die Kirche. Da auch noch jeder, der dafür bezahlt hat meint, sich vor der Maria hinzuknien und ein Gebet zu sprechen, dauerte es auch heute schon mindestens 1 Stunde, bis das Ende der Schlange mal da oben angekommen ist. 
Im Außenbereich der Basilika kann man dann Kerzen kaufen und hier entzünden. Das ist sehr schön gemacht und sieht zwischen den alten Steinmauern auch gut aus.

Nach dem Besuch der Basilika sind wir gleich ins Museum gegangen, das noch nahezu leer war.

Es gibt da ein Wirrwar von Gemälden aller Stilrichtungen und nur wenige andere Artefakte.


Auf jeden Fall gab es auch etliche Gemälde, die heute auf dem Index stehen oder von unseren linken Gutmenschen als sexistisch und frauenfeindlich abgestempelt würden.

Der Museumsbesuch hat mir auf jeden Fall mal wieder bestätigt, dass ich da nicht reingehen sollte, weil mir das Verständnis für die Kunst fehlt. Ich beschränke mich zukünftig endgültig auf technische Museen.

Nachdem wir die Pflichtbesuche nun absolviert hatten und wir aus dem Museum kamen, wurde es zusehends voller. Ohne zu Übertreiben waren mindestens 50 Prozent aller Besucher auf dem Berg asiatischer Abstammung, eher mehr.

Wir sind dann ein Stück den Wanderweg in Richtung Gebirge gelaufen. Es gibt da 2 ausgeschilderte Wege.
Der längere Weg war wegen Bauarbeiten gesperrt, so dass wir auf den kürzeren Rundweg gegangen sind. Nach etlichen hundert Treppen haben wir aber umgedreht, zumal der ganze Weg im Schatten verlief und wir lieber runter in die Sonne wollten.

Die Landschaft hier oben ist einfach faszinierend und deshalb sind heute sehr viele Bilder im Blog, obwohl wir noch viel mehr Fotos gemacht haben und entsprechend mehr einstellen könnten.



Wir haben dann noch einen Kaffee getrunken und als wir gegen 13 Uhr mit der Seilbahn wieder runter fahren wollten, stieg gerade einer der Mitarbeiter aufs Dach der Kabine und fuhr dann runter an die erste Stütze. 

Der stand da völlig gelangweilt und unter ihm gab es hundert Meter nichts.

Wir hatten schon die Befürchtung, dass etwas defekt ist und wir nun auf dem Berg festsitzen, aber nach ein paar Minuten kam die Bahn mit dem Arbeiter zurück. Da er dann auch noch in die gleiche Gondel mit uns eingestiegen ist, hatten wir keine Bedenken mehr, da er schließlich auch heil ins Tal kommen wollte.



Wir sind dann über die C55 in Richtung Manresa gefahren, wo es einige imposante Bauwerke gibt.

Da wir aber gerade mal ein paar Kilometer gefahren waren, haben wir auf eine Stadtbesichtigung verzichtet und nur ein paar Fotos von der Straße aus gemacht.


Es ging dann weiter in Richtung Cardona. Die Fahrt führt durch die ganze Zeit durch eine schöne Gebirgslandschaft in Richtung Pyrenäen.
In Cardona stand dann wieder eine große Festung über der Stadt, die wir aber auch nur von Weitem fotografiert haben. Auf Besichtigungen hatten wir einfach keine Lust mehr heute.
Als wir weiter in Richtung der hohen Pyrenäen kamen, hingen dort dunkle Wolken und es wurde auch merklich kühler.

Wir hatten an der Talstation der Seilbahn am Mittag noch 18 Grad und nun ging es gradweise zurück.


Nachdem wir in Berga im Lidl noch eingekauft hatten, haben wir uns einen kostenlosen Stellplatz im 16km entfernten Sant Corneli ausgesucht.

Auf der Anfahrt kommt man am stillgelegten Wärmekraftwerk in Cercs vorbei, das heute dem Tourismus dient und besichtigt werden kann.


Hinter Cercs geht es dann bis nach Sant Corneli steil nach oben auf über 1000m Höhe.

Man hat bei der Anfahrt eine tolle Aussicht ins Tal und auf die umliegenden Berge.


Als wir hier dann beim Stellplatz angekommen sind, hatte es noch 13 Grad und für die Nacht sind Temperaturen um den Gefrierpunkt angesagt.
Direkt neben dem Stellplatz ist ein Minenmuseum, das allerdings geschlossen hatte, wobei es in Spanien üblich ist, dass am Montag die meisten Sehenswürdigkeiten geschlossen haben.
Wir haben gleich mal die Heizung im WoMo angeworfen, weil wir die in der kommenden Nacht wohl brauchen werden.
Morgen geht es dann weiter an Andorra vorbei in Ricchtung Frankreich.
 

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