Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 4. November 2025

04.11.2025 Aljezur-Santiago do Cozém

Gegen Morgen nahm der Wind stetig zu und als wir aufgestanden sind, war es ziemlich stürmisch aber extrem warm. 

Der Himmel war teilweise richtig schwarz, aber Regen war nicht angesagt und es hat dann auch den ganzen Tag über nicht geregnet.

Wir sind gegen 9 Uhr vom Camping Aljezur weggefahren und haben gleich mal eine kleine Straße in Richtung Küste genommen, die sich als übler Feldweg entpuppt hat. Umdrehen war absolut nicht möglich und so knallten halt ab und zu ein paar Äste ans Auto.

Es ging dann weiter in Richtung Rogil und immer wenn es möglich war, haben wir einen Abstecher ans Meer gemacht.
Hier in Azenha do Mar haben wir den ersten längeren Stopp eingelegt. Den Ort erreicht man nur über eine OneWay-Straße, so dass hier kaum Wohnmobile durchfahren. Es war dann auch seit langem der erste Ort ohne irgendwelche Verbotsschilder und ich denke, man hätte hier in einer wunderschönen Umgebung gut übernachten können.





Von Azenha do Mar ging es weiter nach Praia do Carvalha. Kurz vor dem Ort gab es auf einem großen eingezäunten Gelände direkt neben der Straße Strauße, einen Bison und verschiedenes Dammwild.



Den nächsten Stopp haben wir in Zambujeira do Mar eingelegt. Man durfte da schön bis runter ans Meer fahren und stand dann wieder mal vor einem Durchfahrtsverbot, obwohl die Straße gut ausgebaut ist. Auch wenn ich mich mormalerweise an Verkehrszeichen halte, ging mir das gewaltig auf die Nerven und ich hatte nicht die geringste Lust, wieder 5km zurück zu fahren und den Ort zu umrunden. Also sind wir hier einfach weitergefahren und ich denke, das juckt auch niemanden. (und wenn doch, schreiben sie sicher irgendwann einen höflichen Brief)
Wir sind dann weiter ans Cabo Sardão gefahren und sind hier eine ganze Weile rumgelaufen. Es hatte zwischenzeitlich schon wieder 26 Grad und der warme Wind wirkte richtig unnatürlich.

Die Steilküste in der Region ist schon sehr schön. Badestrände gibt es da nicht, nur schroffe Felsen.



Vom Cabo Sardão sind wir nach Almograve gefahren und haben hier unsere Kaffeepause eingelegt.
Vor Vila Nova de Milfontes konnte man wieder einer Abstecher zum Praia das Furnas gemacht. Eigentlich sollte von hier aus auch ein Weg hoch zur Brücke gehen, damit man über den Rio Mira nach Vila Nova de Milfontes kommt. Leider durften wir da mal wieder nicht durchfahren und mussten zurück zur Hauptstraße, um die große Brücke über den Fluß zu nehmen.
Danach sind wir noch nach Porto Covo an die Promenade gefahren,, wo wir uns die schöne Küste angeschaut haben.
Hier haben sie jetzt mit ihren Verbotsschildern den Vogel abgeschossen. Wir kamen über eine Einbahnstraße an die Promenade auf den Parkplatz. Da es eine Einbahnstraße war, konnten wir durch diese Straße natürlich nicht zurückfahren. Die 3 anderen Möglichkeiten der Abfahrt waren dann allesamt mit Durchfahrtsverbotsschildern für Wohnmobile ausgestattet. Das heißt, man fährt da legal rein, kommt aber legal nie mehr raus.
Das war dann selbst der Möwe zuviel Bürokratismus und sie hat es sich mal auf dem Tisch gemütlich gemacht.

Im Ergebnis haben wir halt die nächste Ordnungswiedrigkeit begangen und haben eine der Straßen genommen. Wir wollten da ja nicht ewig bleiben.
Heute sind uns den ganzen Tag über unzählige Wanderer, vor allem junge Mädchen, die alleine unterwegs waren, aufgefallen.
Wir haben dann mal im Internet geschaut und festgestellt, dass es hier auch diverse Pilgerwege gibt. Einer davon ist der Rota Vincentina, den wohl die meisten gelaufen sind und der hier überall sehr gut ausgeschildert ist.
Warum den so viele junge Frauen meist alleine laufen, konnten wir nicht ausfindig machen. Vielleicht hat irgendeine Influencerin dazu geraten.

Für Morgen sind hier zwischen 6 Uhr und Mittag heftige Regenfälle und Gewitter angesagt.
Da es an der Küste überall schon kräftig gestürmt hat, sind wir 20km ins Hinterland nach Santiago do Cozém gefahren. Hier stehen wir auf einem kostenlosen Parkplatz der Gemeinde, auf der viele Einheimische ihre Wohnmobile abgestellt haben, ansonsten aber nichts los ist. 
Es sind nur ein paar hundert Meter ins Zentrum und da werden wir uns nachher noch ein bisschen umschauen.
Da der Parkplatz ziemlich schräg ist, musste ich mir Unterlegkeile besorgen, die hier zum Glück im Gebüsch rumlagen. Wir schmeißen die dann wieder in die Hecken, wenn wir wegfahren.
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen