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Sonntag, 2. November 2025

02.11.2025 Mazagón-Lagos (Portugal)

Das war der Sonnenuntergang gestern in Mazagón, den wir mit einem Aperol genossen haben.

In der Nacht hat es, entgegen der Wettervorhersage, mal ein paar Minuten geregnet. 

Der Sand an unserem Stellplatz war daher wieder ziemlich feucht am Morgen, was immer toll ist, weil man jedes Mal, wenn man ins WoMo 

geht, ein Pfund davon reinschleppt.

Wir wollten dann eigentlich in die Innenstadt von Huelva, da ich die beim letzten Vorbeifahren links liegen gelassen und nicht besichtigt habe. 

Dazu muss man erstmal durch das riesige, hässliche Industriegebiet fahren, bis man die Innenstadt erreicht.


Aus der Besichtigung wurde dann aber wieder nichts, weil die gesamte Innenstadt wegen eines Volkslaufs gesperrt war. Wir haben über verschiedene Zufahrtsstraßen versucht, irgendwie da reinzukommen, aber das war nicht möglich. So blieb es bei dem Bild vom Kreisverkehr bei der Durchfahrt.
Es ging dann weiter an der Küste entlang in Richtung Lepe. Dort hatte ich mir eine günstige Tankstelle mit 1,25€/l rausgesucht, um vor dem Grenzübertritt nach Portugal, wo Diesel wieder deutlich teurer ist, nochmal vollzutanken.
Noch vor Lepe haben wir hier in El Rompido einen kurzen Stopp eingelegt, da hier ein Tabakgeschäft geöffnet hatte und Zigaretten in Portugal auch teurer sind. Also mussten auch diese Vorräte geüllt werden.
Nach dem Tanken ging es dann weiter in Richtung Grenze. Wir sind ausnahmsweise auf die Autobahn gefahren, da wir ansonsten einen 70km-Umweg durchs Land hätten nehmen müssen.

Als wir dann aber kurz vor der Grenze eine Hinweisschild auf eine Fähre in Ayamonte gesehen haben, sind wir noch die paar Kilometer in den Ort gefahren und haben uns die Innenstadt angeschaut, die wirklich hübsch ist.

Auf den großeren Plätzen sind alle Bänke gefliest und es wirkt alles sehr aufgeräumt.


Von der Hafenpromenade sieht man die Autobahnbrücke, die nur wenige Kilometer entfernt über den Fluß Guadiana führt.

Wir haben erstmal Kaffee getrunken und sind dann um 13 Uhr zum Fährhafen gefahren. Allerdings mussten wir feststellen, dass es eine reine Personenfähre ist und wir mit unserem OGLI da nicht mitfahren durften,
Also doch wieder zurück zur Autobahn und dort über die Brücke weiter in Richtung Portugal.

Die nächste Unsicherheit kam gleich nach der Grenze. Kaum hat man das Algarve - Schild passiert, stehen Schilder an der Straße, dass ausländische Fahrzeuge die nächste Abfahrt nehmen müssen, um Maut zu bezahlen. Natürlich haben wir das brav gemacht und standen dann vor einem Automaten und einem widersprüchlichen Schild, auf dem es hieß, man soll hier nichts bezahlen, wenn man auf keine andere Autobahn fährt. Wir sind dann erstmal so durch die Mautstation gefahren und haben uns auf den angrenzenden Parkplatz gestellt, um das mal zu googeln. Im Ergebnis war es dann so, dass man seit 01.01.2025 keine Maut bezahlen muss, wenn man auf der Algarveautobahn A22 bleibt. Nur wenn man auf eine andere Autobahn, z.B. Richtung Lissabon abbiegen will, muss man sich an der Station registrieren. Da wir das nicht vorhaben, konnten wir also einfach ohne Bezahlung weiter fahren. 

Portugal hat übrigens keine Winterzeit, so dass wir die Uhr mal wieder eine Stunde zurückstellen mussten. Hier war es gerade mal kurz nach 12 Uhr, als wir eingereist sind.

Wir wollten dann eigentlich auf direktem Weg zu einem Campingplatz in Lagos, haben aber ca. 30km vorher noch einen Abstecher zur Burg nach Silves gemacht.

Was wir natürlich nicht wussten ist, dass in Silves heute ein Volksfesst mit Rummelplatz und allem drum und dran war und deshalb durch die vielen Besucher mal wieder alles zugeparkt war.


Nach 2 Runden durch die engen Gassen haben wir schließlich ganz unten einen Platz gefunden und sind dann die vielen Treppen zur Burg hochgelaufen, was nicht alle Reiseteilnehmer sympathisch fanden.



Für die Besichtigung ist ein Eintrittspreis von 2,80 € fällig, für Senioren die Hälfte. Das kann man bezahlen, da die Anlage wirklich gut erhalten und sehenswert ist.





Nach der Burgbesichtigung sind wir weiter zu unserem Campingplatz in Lagos gefahren. Es ist der einzige Campingplatz weit und breit und dazu noch der Schlechteste ever. 

Wir waren wirklich schon auf vielen Plätzen, aber so einen verranzten Platz hatten wir noch nie. Da nützt es auch nichts, dass er für die Nacht nur 11,50€ kostet, weil er damit schon deutlich überzahlt ist. Zumindest kam heißes Wasser aus der Dusche, die sich da in dem Gebäude, das man hinten sieht, befindet. 

Das Problem hier an der Algarve ist einfach, dass man eigentlich fast nirgends frei stehen kann, ohne dass man von der Polizei verjagt wird und das wollten wir uns ersparen. Für die folgenden Tage müssen uns wir da allerdings was überlegen, so geht das nicht weiter.
 

Nachdem wir geduscht hatten, sind wir noch in die ca. 800 Meter entfernte Innenstadt gelaufen, wo es eine riesige Fußgängerzone und gefühlt hunderte von Lokalen gibt.

Warum hier so viele Touris rumrennen, hat sich uns bisher nicht erschlossen. Vielleicht sind es alles irgendwelche Überwinterer, weil es gibt hier in Lagos außer der alten Festung kaum was zu sehen.
Wir haben uns ins nächstbeste Lokal gesetzt und hier was gegessen, was auch kein kulinarisches Highlight und dazu auch noch eher teuer war.

Nach dem Essen sind wir noch eine Runde durch die Stadt gelaufen, aber außer ein paar Statuen und einigen Brunnen haben wir nichts besonderes entdeckt.

Wir werden uns hier morgen auf jeden Fall vom Acker machen und schauen, dass wir ein schöneres Plätzchen finden.

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