Wir wollten ja gestern mal wieder was essen gehen und damit wir nicht wieder sinnlos im Städtchen rumirren, haben wir uns im Internet eine Gaststätte ausgesucht.
Wir sind gegen 19 Uhr in die Innenstadt gelaufen und haben ein paar Fotos vom "französichen Venedig" gemacht.
Es ist echt hübsch hier und an einem warmen Sommerabend wären wir sicher eine deutlich größere Runde gelaufen, aber es war einfach nur kalt.
Wir sind deshalb direkt zur ausgesuchten Gaststätte gegangen, in der bei unserem Eintreffen maximal 4 Tische belegt waren. 10 Tische waren frei. Als wir nach einem Tisch für 2 Personen gefragt haben meinte die Unfreundliche hinter der Theke, es sei alles reserviert.
Ich habe dann einen 2. Anlauf genommen und freundlich gefragt, ob wir vielleicht in einer Stunde nochmal kommen können, was sie ebenfalls rundweg abgelehnt hat. Irgendwann fällt denen ihre Überheblichkeit hoffentlich mal auf die Füße.
Im Ergebnis sind wir nebenan in den Kebab gegangen, wobei das sicher nicht unsere bevorzugte Nahrung ist. Das Essen war allerdings gut und preiswert und wir hatten keine Lust, noch länger in der Stadt rumzuirren und uns weitere Abfuhren zu holen.
Als wir heute Morgen aufgestanden sind, hatte es -3 Grad und es war ziemlich neblig. Die Nacht auf dem Stellplatz war absolut ruhig, so dass man den Parkplatz empfehlen kann.
Als wir gegen 10 Uhr in Richtung Le Bourg aufgebrochen sind, hatten wir auf den ersten Kilometern nur dichte Nebelsuppe.
Bei Chevagny-sur-Guye riss der Himmel dann auf und ab da hatten wir heute durchgehend einen stahlblauen Himmel und Sonnenschein.
In Le Bourg haben wir am Bach endlich eine Entsorgungsstation gefunden, um mal unser Grauwasser laufen zu lassen und die Toilette zu leeren. In der Prärie hier sind diese Entsorgungsstationen ziemlich rar.
Es ging dann weiter über Savianges....
...und Cersot...
...nach Buxy, einem wirklich hübschen Ort.
Hier haben wir einen ausgiebigen Spaziergang gemacht und oh Wunder, an den einzelnen Sehenswürdigkeiten sind die Erklärungen sogar in deutscher Sprache angeschrieben. Das muss man in Frankreich sonst suchen und deshalb auch mal lobend erwähnen.
Nach dem Besuch von Buxy ging es weiter nach Chalon-sur-Saône, wo wir auf Anhieb einen kostenlosen Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt gefunden haben. Auch das ist eher eine Seltenheit.
In der Innenstadt zog es H. magisch in dieses Kaffee, in dem man von den Inneneinrichtung schon Augenkrebs bekommt. (H.: Ich fand es schick - Mann muss es ja nicht gefallen)
Es gab nur Süßzeug, weshalb wir einen Crêpes zum Kaffee gegessen haben.
Nach dem Kaffeetrinken sind wir noch eine halbe Stunde weiter durch die Stadt gelaufen. In den engen Gassen, wo keine Sonne hinkam, war es aber immer noch unangenehm kalt. In der Sonne war es auszuhalten und dort hatte es auch um die 5 Grad.
Als wir Chalon-sur-Saône in Richtung Dole verlassen haben, jagte uns das Navi auf die vielbefahrene N73. Die Straße verläuft schnurgerade und es waren sehr viele LKW unterwegs. Solche Straßen mag ich gar nicht, weshalb wir nach ein paar Kilometern bei Ciel auf eine kleine Nebenstraße abgebogen sind.
In Damery kamen wir an diesem witzigen Häuschen vorbei. Da verwirklicht sich wohl ein Künstler und wird aber nicht wirklich fertig. Der Hof ist eine einzige Baustelle und für die vielen Tierskulpturen wurden wohl schon einige Säckchen Zement verarbeitet.
Es ging dann weiter nach Verdun-sur-le-Doubs, wo wir noch einmal einen kurzen Stopp eingelegt haben.
Die Hochwassermarken hier am Brückenturm sind schon beeidruckend. Ich weiß nicht, ob man es lesen kann, aber wenn ihr das Bild etwas vergrößert, sollte man es erkennen können.
Gegen 16 Uhr kamen wir schließlich in Dole an und stehen hier auf einem Parkplatz gegenüber der Kirche, direkt am Doubs.
Hier werden wir nachher den letzten Versuch unternehmen, in Frankreich was vernünftiges zu Essen zu bekommen. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.(H.: Hoffnung gibt's immer auch bei den Franzosen).