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Samstag, 27. September 2025

27.09.2025 Bannalec-Rochefort-en-Terre

Als wir heute Morgen aus der Karre gekrabbelt sind, war der Himmel sehr trüb und es hatte um die 10 Grad. Die Wetter-App meinte, dass sich die Himmelsfarbe heute nicht ändern wird, es wird allenfalls ein paar Grad wärmer.

Es war dann halt wieder 10.30 Uhr, bis wir mal endlich auf die Piste kamen. Man schläft einfach zu gut in der Karre und das liegt auch daran, dass es meistens Mitternacht ist, bis wir mal endlich ins Bett kommen.

Wir haben zunächst mal die Route bis Carnac ins Navi eingegeben und kamen auf dem Weg dahin hier bei Hennebont an diesem Viadukt vorbei. Solche uralten Bauwerke gibt es hier überall und die halten. Zu Hause haben wir solche Viadukte (außer in Hornberg) abgerissen und durch Betonbrücken ersetzt, die längst schon wieder marode sind.

Vor Carnac haben wir dann noch einen Abstecher nach Port Louis gemacht und dort das Fort und das Museum besichtigt.

Es ist eine sehr große Anlage, nur leider bekommt man die nicht komplett aufs Foto. Dazu müsste man wohl auf die andere Wasserseite, um eine Gesamtansicht zu bekommen.

Im Museum geht es vor allem um Seenotrettung und ein ganzer Bau behandelt nur das Thema 2. Weltkrieg mit vielen Filmen, Bildern und Berichten zum Einmarsch der Franzosen im Schwarzwald und im Breisgau. Für uns, die wir aus der Gegend stammen, schon interessant.


Natürlich kostet die Festung mit dem Museum Eintritt, aber mit 10 Euro pP war das ok.
Es ging dann weiter nach Carnac, um einige der vielen Menhire anzuschauen. Die stehen hier über viele Kilometer in der Landschaft rum und keiner weiß, warum das so ist.

Natürlich hatten etliche Historiker irgendwelche Ideen dazu, aber letztendlich weiß man nichts darüber.



Bei der weiteren Fahrt haben wir in Auray eine kurze Stadtrunde gedreht und eine Kaffeepause gemacht.
Der Ort ist wirklich schön und hätte sich für einen Übernachtungsstopp angeboten, aber wir sollten ja langsam mal vorwärts kommen, sonst wird das nichts mit Portugal.

Wie man auf den Bildern sieht, hatte sich der graue Himmel nun doch verzogen und es gab T-Shirt-Wetter.



Wir sind dann noch bis Rochefort-en-Terre gefahren und hier für 17 Euro auf den Campingplatz gegangen. Direkt vor dem Campingplatz gibt es einen Stellplatz für Wohnmobile, auf dem sie auf einer geschotterten Stellfläche wie die Heringe für 13 Euro stehen ohne irgendwelche Versorgungseinrichtungen. Keine Dusche-kein WC-nichts.


Dann doch lieber 4 Euro drauflegen, ein Hallenbad mit 28 Grad warmen Wasser neben dem riesigen Stellplatz und ein schönes Waschhaus mit heißen Duschen. Wir waren hier tatsächlich schwimmen und hatten das Bad für uns alleine.
Nach unserem Bad sind wir ins Städtchen gelaufen und hier meint man, man kommt in ein anderes Jahrhundert.
Es gibt ein kleines Schloss mitten im Ort...

...und die gesamte Altstadt sieht aus wie im Mittelalter. Da wurde nicht ein Haus erneuert, alles sieht irgendwie retro aus.


Das könnte für jeden Film über den hundertjährigen Krieg als Filmkulisse herhalten.

Hier im Restaurant Les Ardoisieres haben wir dann zu Abend gegessen.

Den Rückweg zum Campingplatz sollte man sich hier auf jeden Fall einprägen (was wir natürlich gemacht hatten). Es war komplett dunkel, als wir uns auf den Heimweg gemacht haben und der Weg zum Platz ist völlig unbeleuchtet. Wenn man nicht weiß, wo man von der Hauptstraße zum Campingplatz abbiegen muss, läuft man am Abzweig glatt vorbei, weil man die Straße bei völliger Dunkelheit nicht mal erahnen kann.
 

Freitag, 26. September 2025

26.09.2025 Morlaix-Bannalec

In der vergangenen Nacht war es komplett sternenklar und dementsprechend kalt. Wir hatten am Morgen 6 Grad aber einen stahlblauen Himmel mit Sonne.

Trotz des schönen Wetters haben wir gezahnt, ob wir wirklich weiter an der Antlantikküste rumkurven sollen, da es hier doch meistens recht kühl und oft sehr windig ist.

Wir sind dann gegen 10.30 Uhr gestartet und haben zumindest mal die Etappe, die schon für gestern geplant war, beendet und sind nach Roscoff gefahren.

Die Strecke führt über Taule und Carantec und ist wirklich schön, da man lange Zeit direkt am Wasser entlang fährt. Es wurde dann auch schnell wärmer und schon vor dem Mittag hatten wir 18 Grad.


Vor Roscoff kamen wir nach Saint Pol-de-Leon, einem 6000 Einwohner-Nest mit einer riesigen Kathedrale und 2 weiteren großen Kirchen. 

Ich muss mich jetzt hier mal entschuldigen, dass dauernd irgendwelche Kirchen hier im Blog sind, aber es sind halt die imposantesten Bauwerke hier und es ist unfasssbar, wie selbst in den kleinsten Gemeinden solche Prunkbauten hingestellt wurden,



Roscoff selbst ist sehr touristisch und vor allem deshalb sehr belebt, weil von hier aus die Fähren nach Irland gehen. 

Wir haben uns in Roscoff dann entschieden, nicht mehr weiter an der Küste rumzufahren, sondern mal etwas Strecke in Richtung Süden zu machen. 

Wir sind deshalb durchs Inland über Landivisiau nach Quimper gefahren. Auch auf dieser Strecke gab es unterwegs kaum was zu sehen außer Kirchen, so wie diese in Lampaul-Guimiliau, die innen ausgesprochen prunkvoll war.




Es ging dann weiter in Richtung Port Launay.
Hier haben wir eine kurze Mittagspause am schönen Fluß gemacht und natürlich wieder die Kirche fotografiert. Es ist aber auch abartig, wie unterschiedlich die Baustile der Kirchen hier sind. Bei uns sieht jeder Kirchturm irgendwie gleich aus, was hier überhaupt nicht der Fall ist. 

Gegen 14.30 Uhr waren wir schließlich in Quimper.

Die Stadt hat 65000 Einwohner und vermutlich doppelt so vielen Autos. Auf jeden Fall war ein absolut chaotischer Verkehr. Wir haben dann aber irgendwo einen Parkplatz am Fluss ergattert und sind in die Innenstadt gelaufen.

Um es kurz zu machen, man kann sich Quimper schenken. Natürlich gibt es eine Kathedrale und ein paar alte Häuser, aber nichts so Besonderes, dass man in diese trubelige Stadt fahren müsste.





Wir haben deshalb nach unserer Stadtrunde die Flucht ergriffen und sind weiter in Richtung Südosten gefahren. Unser nächstes Ziel ist Carnac, was uns aber für heute zu weit war. 

Wir sind deshalb in Bannalec auf den Campingplatz gefahren, auf dem wir heute die einzigen Camper sind. Es sind ein paar feste Häuschen vermietet, aber ansonsten ist hier niemand. Der Platz kostet 17 Euro inkl. Strom und ist absolut in Ordnung mit großen Parzellen und einem sauberen Waschhaus.

Vom Campingplatz aus sind wir vorhin die 1100 Meter in die kleine Innenstadt von Bannalec gelaufen und haben in der Pizzeria gegessen.

Die Pizzen waren gut, auch wenn es genaugenommen keine richtigen Pizzen waren. Da war ein Flammkuchenteig drunter, aber es hat wirklich gut geschmeckt und der Preis war auch moderat. Hier gab es mal wieder einen halben Liter Wein unter 10 Euro, was wir seit längerer Zeit nicht mehr hatten.